• 08.04.2013, 14:32:10
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Leichtfried: EU muss auch Sozialunion werden

Ungleichgewicht zwischen Wirtschaftsinteressen und dem großen Rest

Utl.: Ungleichgewicht zwischen Wirtschaftsinteressen und dem großen
Rest =

Wien (OTS/SK) - SPÖ-EU-Delegationsleiter Jörg Leichtfried hat am
Montag eine stärkere Sozialunion eingefordert. "Wir haben keine
europäische Sozialpolitik, die sozialen Leistungen sind nationale
Leistungen", sagte Leichtfried auf der Podiumsdiskussion "Welche
Zukunft hat EUROpa" im Juridicum in Wien. ****

Vor allem einheitliche europäische Mindestlöhne sieht Leichtfried als
ein Anliegen. "Gewisse Branchen wie die Luftfahrt- oder die
Auto-Industrie sind europäische Branchen. Warum soll ein Arbeiter,
der in Rumänien ein Auto zusammenschraubt, ein Zehntel dessen
bekommen, was ein Arbeiter in Deutschland verdient, obwohl beide das
Gleiche tun?" Kurzfristig kann sich Leichtfried eine Koppelung der
Mindestlöhne an die Wirtschaftsleistung vorstellen, langfristig
sollen die Löhne europaweit angeglichen werden.

Leichtfried ortet in der Europäischen Union generell "ein
Ungleichgewicht zwischen den Wirtschaftsinteressen und dem großen
Rest. Wir haben einen gemeinsamen Wirtschaftsraum. Aber die EU
schafft es nicht, die großen Aufgaben zu übernehmen, die sie
übernehmen müsste", sagte der SPÖ-EU-Delegationsleiter. (Schluss)
che/bj

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