- 05.04.2013, 09:49:08
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FPÖ: Strache warnt vor gravierendem Ärztemangel in Österreich
Neue medizinische Ausbildungsplätze für Österreicher - Verlagerung vom stationären in den niedergelassenen Bereich - Einheitlichen Bundesfinanzierungstopf sicherstellen
Utl.: Neue medizinische Ausbildungsplätze für Österreicher -
Verlagerung vom stationären in den niedergelassenen Bereich -
Einheitlichen Bundesfinanzierungstopf sicherstellen =
Wien (OTS) - FPÖ-Bundesparteiobmann HC Strache betonte heute, dass
die Freiheitlichen voll und ganz hinter den Patienten, den
Patientenrechten und unseren Ärzten stehen, und warnte davor, dass
Österreich ein gravierender Ärztemangel bevorstehe, der sich schon
jetzt deutlich abzeichne.
Bereits heute herrsche nämlich im ländlichen Bereich ein Mangel an
Ärzten, der sich weiter zuspitzen werde, weil in den nächsten zehn
Jahren ein Drittel der heute tätigen Ärzte in Pension gehen wird.
Auch in Spitälern am Land würden bereits jetzt Ärzte fehlen. Außerdem
gebe es an den Universitäten zu wenige Ausbildungsplätze für
Österreicher. Dadurch sei die medizinische Versorgung in Zukunft
nicht mehr gesichert, kritisierte Strache. Es drohe ein Zwei-, Drei-
oder aufgrund der unterschiedlichen Bundesländer sogar
Neun-Klassen-Medizin. Gesundheitsminister Stöger erkenne das Problem
entweder nicht oder ignoriere es. Stattdessen führe er immer nur
zusätzliche Gremien ein und verkaufe dies als Gesundheitsreform.
Es brauche umgehend neue und zusätzliche medizinische
Ausbildungsplätze für Österreicher, wobei Strache nachdrücklich die
Schaffung einer Medizin-Universität in Oberösterreichs
Landeshauptstadt Linz einforderte. Unumgänglich sei auch eine
Verlagerung der Leistungen vom stationären in den niedergelassenen
Bereich mit entsprechender Honorierung der niedergelassenen Ärzte.
Die Kosten für entstehende Leistungen müssten auch entsprechend durch
die Sozialversicherungsträger honoriert werden. Es sei zudem dringend
nötig, einen gemeinsamen einheitlichen Bundesfinanzierungstopf
sicherzustellen.
Ebenso seien alle Maßnahmen zu ergreifen, dass Medizinstudenten dual
im niedergelassenen und im stationären Bereich ausgebildet werden und
somit die Schnittstelle zur Nahtstelle wird. Die Arbeitszeitgesetze
müssten der Praxis eines Spitalbetriebs angepasst werden. Man müsse
Bürokratie abbauen. "Im Vordergrund muss die Versorgung der Patienten
stehen", betonte Strache. Es gehe um die Förderung und Sicherstellung
der Versorgung der Österreicher. Wenn nicht schleunigst gehandelt
werde, drohe ein gesundheitspolitischer Kollaps.
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