- 03.04.2013, 09:00:54
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Bayr zum Anti-Minen-Tag: Höchste Minendichte in der Westsahara ist Schande für die Menschheit
Österreichische NGO GEZA unterstützt Minenopfer in der Westsahara
Utl.: Österreichische NGO GEZA unterstützt Minenopfer in der
Westsahara =
Wien (OTS/SK) - Anlässlich des Internationalen Anti-Minen Tages der
Vereinten Nationen macht Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für
globale Entwicklung, auf die Situation in der Westsahara aufmerksam,
wo Minen und deren Folgen zum Alltag gehören. "Die 'Mauer der
Schande' ist ein 2.700 Kilometer langer Wall aus Mauern, Gräben,
Stacheldraht und Minenfeldern, der die Westsahara durchzieht", stellt
Bayr fest und ergänzt: "Diese von Minen gesäumte Mauer wurde von
Marokko errichtet, das seit 1975 völkerrechtswidrig drei Viertel der
ehemaligen spanischen Kolonie Westsahara besetzt hält." ****
"Das Gebiet entlang der Mauer zählt zu jenen mit der höchsten
Minendichte weltweit und fordert jährlich unzählige Tote und
Verletzte", betont Bayr. Durch Wind und Regenfälle verändern die
Minen ihre Position und werden schwer lokalisierbar. Viele der Opfer
finden im Minenopferzentrum in den saharauischen Flüchtlingslagern
Zuflucht und medizinische Betreuung. Die NGO GEZA (Gemeinnützige
Entwicklungszusammenarbeit GmbH) unterstützt das Zentrum, das rund
350 Patientinnen und Patienten beherbergt, mit Pflegematerialien aus
Österreich. Mehr Hilfe wird dennoch benötigt, denn obwohl die meisten
Patientinnen und Patienten nicht gehfähig sind, sind nur vereinzelt
Rollstühle oder sonstige Behelfe vorhanden. "Ich bedauere sehr, dass
das Kapitel Westsahara im Drei-Jahresprogramm der österreichischen
Entwicklungszusammenarbeit immer kleiner wird und hoffe inständig,
dass wir in Zukunft mehr leisten können", plädiert Bayr für eine
verstärkte Zusammenarbeit. (Schluss) sn/mp
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