• 01.04.2013, 09:30:31
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GLOBAL 2000 warnt vor hormonell wirksamen Pestiziden im Hausgartenbereich

Ein giftfreier Garten ist möglich!

Utl.: Ein giftfreier Garten ist möglich! =

Wien (OTS) - Die Ergebnisse einer aktuellen Studie vom Pestizid
Aktions-Netzwerk e.V. (PAN-Germany) zeigen, dass GartenarbeiterInnen
sowie deren Nachkommen einem erhöhten gesundheitlichen Risiko durch
die Anwendung von hormonell wirksamen Pflanzenschutzmitteln
ausgesetzt sind. Es besteht die Gefahr von Fruchtbarkeitsstörungen
bis hin zur gänzlichen Unfruchtbarkeit und es kann zu Missbildungen
der Geschlechtsorgane kommen. Es sind nicht nur Personen betroffen,
die direkt in Kontakt mit Pestiziden kommen, sondern auch deren
Nachkommen.

Die Studie von PAN-Germany listet insgesamt 51 Pestizidwirkstoffe
auf, die nach wissenschaftlichen Erkenntnissen als hormonell wirksam
eingestuft werden. Der überwiegende Teil davon ist in Österreich
zugelassen, zwölf der Wirkstoffe findet man nach Recherche von GLOBAL
2000 sogar in Handelsprodukten, die speziell für HobbygärtnerInnen
angeboten werden.

Betroffen sind Produkte aus allen Gruppen der Pflanzenschutzmittel,
also sowohl Unkrautbekämpfungsmittel (Herbizide), Sprays zur
Insektenabwehr (Insektizide), Mittel gegen Pilzkrankheiten
(Fungizide) und auch Schneckenkorn. Laut PAN-Germany ist unter
anderem auch das weltweit am meisten verwendete Breitbandherbizid
Glyphosat (Roundup(R)) als hormonell wirksam eingestuft.

"Gerade als PrivatanwenderIn vermutet man oft keinerlei Gefahren
hinter den Pflanzenschutzmitteln, die man ohne weiteres in
Gartencentern und Baumärkten, aber auch in Drogerien und Supermärkten
kaufen kann. Die Anwendung eines solchen vermeintlich harmlosen
Pflanzenschutzmittels birgt ein durch die KonsumentInnen nicht
abschätzbares Risiko in sich. Hormonell wirksame Stoffe können
bereits in kleinsten Mengen negative Auswirkungen auf die menschliche
Gesundheit haben", warnt Dominik Linhard, Pestizidexperte bei GLOBAL
2000: "Als Privatperson setzt man sich freiwillig einer potentiellen
Vergiftungsgefahr aus, obwohl mittlerweile genügend harmlosere
Alternativen erhältlich sind. Gerade im Hausgartenbereich besteht
keine Notwendigkeit, giftige Mittel zu verwenden."

Grundsätzlich sollte man in erster Linie Maßnahmen ergreifen, welche
die Einzelpflanze oder besser den gesamten Garten vital erhalten.
Dies geschieht am besten durch die gezielte Förderung von tierischen
Nützlingen und dem Einsatz von Pflanzenstärkungsmitteln. Auch im
Bio-Garten gilt die Weisheit: "Gegen jede Krankheit ist ein Kraut
gewachsen". Aus Wildkräutern wie Brennnesseln, Schachtelhalm oder
Reinfarn lassen sich ohne großen Aufwand ganz leicht
pflanzenstärkende Kräuterauszüge herstellen.

Mit positivem Beispiel geht Österreichs größtes
Gartencenter-Unternehmen bellaflora voran: Mit Beginn der
diesjährigen Gartensaison wurden alle chemisch-synthetischen
Pestizide aus dem Sortiment genommen und durch Naturprodukte ersetzt.
bellaflora wird hierbei inhaltlich von GLOBAL 2000 unterstützt.
"bellaflora als größter Anbieter Österreichs beweist, dass ein
giftfreier Garten möglich ist", sagt Linhard abschließend.

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