• 25.03.2013, 10:49:34
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Bayr zum Gedenken an die Opfer des Sklavenhandels: Moderne Sklaverei darf nicht toleriert werden

Wien (OTS/SK) - Anlässlich des Gedenktages für die Opfer der
Sklaverei und des transatlantischen Sklavenhandels am 25. März
erinnert Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für globale Entwicklung,
an dieses dunkle Kapitel der Geschichte: "Mehr als 400 Jahre lang
wurden über 15 Millionen Frauen, Kinder und Männer Opfer der
Sklaverei und des transatlantischen Sklavenhandels." Der Gedenktag
der Vereinten Nationen steht heuer unter dem Motto "Forever Free:
Celebrating Emancipation". Bayr gibt aber zu bedenken, dass es heute
trotz eines offiziellen Verbotes der Sklaverei dennoch moderne Formen
der sklavenähnlichen Arbeit gibt. ****

Sogenannte moderne Sklaverei meint Zwangsarbeit, die auch sexuelle
Ausbeutung umfasst. "Laut Daten der ILO, der Internationalen
Arbeitsorganisation, sind weltweit unfassbare 21 Millionen Menschen
Opfer von Zwangsarbeit", erläutert Bayr am Montag gegenüber dem
SPÖ-Pressedienst und führt aus: "Zwangsarbeit bedeutet, dass die
Personen unter Androhung einer Strafe Arbeit oder Dienstleistungen zu
vollbringen haben. Meist kommt zur Zwangsarbeit noch eine ganze Reihe
an Verletzungen der Rechte der Betroffenen hinzu, wie sexuelle
Ausbeutung oder Misshandlungen."

Zwangsarbeit und moderne Sklaverei sind oft mit Menschenhandel
verbunden, der zu den am schnellsten wachsenden weltweiten Verbrechen
gehört. Zumeist werden Menschen in Notlagen in der Hoffnung auf ein
besseres Leben Opfer von Menschenhandel und Zwangsarbeit. Frauen und
Kinder sind am meisten betroffen. Bayr ruft daher die Internationale
Staatengemeinschaft zu einem gemeinsamen Handeln auf: "Was wir
brauchen, sind klare und wirksame Rechtsstrukturen, die
grenzüberschreitend gegen Täter vorgehen und die Opfer schützen,
indem sie durchsetzbare Rechte bekommen. Zudem sind
Beschäftigungsmöglichkeiten in den Heimatländern, welche ein
Auskommen sichern, essentiell. So müssen sich arme und verzweifelte
Menschen nicht in die Hände von dubiosen Menschenhändlern begeben."
(Schluss) bj

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