- 21.03.2013, 09:05:18
- /
- OTS0033 OTW0033
Weltwassertag: EuropäerInnen verbrauchen 4.750 Liter Wasser pro Tag
Verbrauch von "virtuellem" Wasser weit unterschätzt - lebenswichtige Ressource Wasser fließt "unbemerkt" in weltweite Konsumgüterproduktion
Utl.: Verbrauch von "virtuellem" Wasser weit unterschätzt -
lebenswichtige Ressource Wasser fließt "unbemerkt" in
weltweite Konsumgüterproduktion =
Wien (OTS) - Anlässlich des Weltwassertages am 22. März weist die
Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 auf den zunehmenden Verbrauch
der lebenswichtigen Ressource Wasser hin. "Der direkte
Wasserverbrauch - etwa durch Trinken, Kochen oder Waschen - macht nur
einen Bruchteil des europäischen Wasserverbrauchs aus. Der Großteil
entsteht durch den Konsum von Gütern, die in ihrer Produktion sehr
wasserintensiv sind. Mit dem zunehmenden weltweiten Handel mit
Materialien und Produkten steigt der Verbrauch von "virtuellem"
Wassers stetig an", warnt Lisa Kernegger, Ökologin bei GLOBAL 2000.
Durchschnittliche EuropäerInnen verbrauchen demnach 4.750 Liter
Wasser pro Tag.
Virtuelles Wasser beschreibt, welche Menge Wasser in einem Produkt
oder einer Dienstleistung enthalten ist oder zur Herstellung
verwendet wird. Im Gegensatz zu direkt verbrauchtem Wasser wird der
Anteil des "virtuellen Wassers" oft unterschätzt. "Zum Beispiel fällt
bei der Erzeugung von Rindfleisch nicht nur der Verbrauch von
Trinkwasser für die Tiere an, sondern auch die Bewässerung von den
Feldern und Wiesen, welche das Futter liefern. Weiters wird auch das
sogenannte Nutzwasser eingerechnet. Für die Erzeugung von einem Kilo
Rindfleisch braucht man im globalen Durchschnitt also rund 15.000
Liter Wasser. Oder ein anderes Beispiel: Für die Produktion eines
einzigen Baumwoll T-Shirts werden im Durchschnitt 2700 Liter Wasser
benötigt ", berichtet Kernegger.
Die beträchtlichen Mengen an Gütern, die in Europa konsumiert werden,
werden häufig in anderen Weltregionen angebaut oder produziert. "Mit
dem Import von wasserintensiven Produkten konsumieren wir hier in
Europa gleichsam Wasser aus anderen Regionen der Welt", erkärt
Kernegger. "Paradoxerweise wird oft in Ländern mit geringen
Süßwasserreserven ein großer Teil des Wassers für die Produktion von
Exportgütern für wasserreiche Länder verwendet. Dadurch ist oft die
knappe regionale Wasserversorgungssituationen enorm verschärft", sagt
die Ökologin. "Unser Konsum übt demnach indirekt Druck auf die
Wasserressourcen anderer Länder aus." Daher ein dringender Aufruf der
Umweltschützer zum Wasser sparen: "Wasser sparen kann man also nicht
nur, indem man das Wasser beim Zähne putzen nicht rinnen lässt,
sondern auch indem man nur das konsumiert, was man wirklich
benötigt", rät Kernegger.
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | GLL






