• 20.03.2013, 13:46:06
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Weidenholzer zu Bankenbeipackzettel: "Schluss mit Kleingedrucktem bei Anlageprodukten"

SPÖ-EU-Abgeordneter will höchstmögliche Transparenz für Kundinnen und Kunden bei Bank- und Wertpapiergeschäften

Utl.: SPÖ-EU-Abgeordneter will höchstmögliche Transparenz für
Kundinnen und Kunden bei Bank- und Wertpapiergeschäften =

Wien (OTS/SK) - "Im Zusammenhang mit der Wirtschaftskrise wurden
viele Kleinanleger Opfer, weil die angebotenen Finanzprodukte zu
unübersichtlich und zum Teil irreführend gekennzeichnet waren. Der
Bankenbeipackzettel ist eine wichtige Maßnahme, hier Transparenz
zurückzubringen und dem Finanzmarkt mehr Regeln aufzuerlegen", so der
SPÖ-EU-Abgeordnete Josef Weidenholzer am Mittwoch anlässlich der
Präsentation des Berichts über Basisinformationsblätter für
Anlageprodukte im Ausschuss für bürgerliche Freiheiten, Justiz und
Inneres (LIBE). Wichtig sei dabei, dass es dabei keine Ausnahmen
geben dürfe, man brauche normierte Regeln und Informationen für alle
an europäische Bürger angebotenen Produkte. ****

"Viele der Finanzprodukte sind viel zu komplex und nicht im Sinne des
Verbrauchers konzipiert. Das muss sich ändern, denn es kann nicht
sein, dass mit Komplexität Risiken und Nebenwirkungen verschleiert
werden. Komplexität ist kein Qualitätsmerkmal. Eine Täuschung von
Konsumentinnen und Konsumenten muss in Zukunft unter allen Umständen
verhindert werden", bemerkt der Europaparlamentarier, der nicht nur
Mitglied im LIBE sondern auch im Ausschuss für Verbraucherschutz ist.
Eine zentrale Anforderung an den Bankenbeipackzettel ist, dass
Informationen in verständlicher, verbraucherfreundlicher Sprache
bereitgestellt werden und auch Angaben zur Kündigungsfrist enthalten
sind.

"Auch in Werbungen soll - ähnlich wie bei Medikamenten - darauf
hingewiesen werden, dass Risiken und Nebenwirkungen bestehen können",
unterstreicht der Europaparlamentarier. Ebenso möchte Weidenholzer,
der als Chefverhandler für seine Fraktion fungiert, die Frage der
Zugänglichkeit genau geklärt haben. Bürgern soll das
Bankeninformationsblatt explizit ausgehändigt und auch über eine
Homepage zugänglich gemacht werden. Bankenbeipackzettel sollen klar
von Werbematerialien unterschieden werden können und
Sachinformationen beinhalten.

Die Abstimmung über die Stellungnahme über die
Basisinformationsblätter für Anlageprodukte wird im Ausschuss für
bürgerliche Freiheiten, Justiz und Inneres am 8. April 2013
stattfinden und noch vor Sommer soll das Plenum des Europäischen
Parlaments über das Dossier abstimmen. (Schluss) mis/mp

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