• 19.03.2013, 11:10:06
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Bayr zum International Day of Happiness: persönliches Wohlempfinden und das gute Leben als Ziel

Das gute Leben für alle statt Bruttonationalprodukt als Bewertungsgrundlage

Utl.: Das gute Leben für alle statt Bruttonationalprodukt als
Bewertungsgrundlage =

Wien (OTS/SK) - Der "International Day of Happiness" wurde im
vergangen Jahr von der Generalversammlung der Vereinten Nationen ins
Leben gerufen. Ziel dieses internationalen Tages sei es, "neue
Perspektiven für die Beurteilung von Entwicklung zu erlangen",
stellte Petra Bayr, Bereichssprecherin für globale Entwicklung der
SPÖ, am Dienstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst fest und begrüßt den
Vorstoß der Vereinten Nationen, neue Grundlagen zur Bemessung des
guten Lebens für alle zu finden: "Nach zahlreichen nationalen
Initiativen, wie dem Brutto Nationalglück von Bhutan, und
multinationalen Projekten, wie der 'Mehr als BIP-Initiative' der EU,
erkennen auch die Vereinten Nationen, dass das Bruttonationalprodukt
und der Human Development Index nicht ausreichen, um das gute Leben
für alle zu messen."****

Dieses verlässliche Messen ist aber wichtig für die Definition und
Umsetzung von zusätzlichen Maßnahmen, die passieren müssen, damit es
jedem einzelnen der sieben Milliarden Menschen auf dieser Erde auch
wirklich gut geht. Das gute Leben für alle umfasst mehr als bloß das
Einkommen pro Kopf. "So sollen in Zukunft auch soziale und
ökologische Nachhaltigkeit, bewertet werden", kommentierte Bayr.

Die Vereinten Nationen wollen eine Arbeitsgruppe ins Leben rufen, die
Indikatoren ausarbeiten soll. Dabei sollen etwa der Grad der
Meinungsfreiheit, die eingehaltenen Arbeitsstandards, aber auch die
sozialen Netzwerke, die Wohnungssituation, körperliche und seelische
Gesundheit, sowie die Möglichkeiten zur politischen Partizipation
einfließen. "Dabei sei es wichtig auf lokale Gegebenheiten einzugehen
und keinen 'One size fits all Ansatz' zu wählen", stellte Bayr fest.
Von großer Bedeutung "ist auch die Verteilung der Wohlstandes
innerhalb eines Landes, denn nur Wirtschaftswachstumszahlen alleine
besagen nichts darüber, die fair oder unfair Reichtum in einem Land
verteilt ist und wer davon profitiert, wer im Gegenteil darunter
leidet. Im Fokus muss das gute Leben jedes einzelnen Menschen sein",
betonte Bayr und sieht in diesem ganzheitlichen Ansatz der
Wohlstandsmessung deutliche Verbesserungen zum jetzigen Modell, das
nur auf wirtschaftliche Daten fixiert ist. (Schluss) up

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