- 14.03.2013, 12:54:19
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Jarolim zu Bienensterben: Massive "Sachbeschädigung" mit möglichen Haftungsfolgen
SPÖ-Justizsprecher fordert von Landwirtschaftsminister Verbot von Insektizid-Einsatz
Utl.: SPÖ-Justizsprecher fordert von Landwirtschaftsminister Verbot
von Insektizid-Einsatz =
Wien (OTS/SK) - SPÖ-Justizsprecher Hannes Jarolim kritisiert den
Einsatz von Insektiziden in der Landwirtschaft, die wie zahlreiche
wissenschaftliche Studien beweisen, hauptverantwortlich für das
weltweite Bienensterben sind. Er fordert den österreichischen
Landwirtschaftsminister daher auf, sich seinen u.a. deutschen,
slowenischen und französischen Kollegen anzuschließen und ein
sofortiges Verbot von Insektiziden umzusetzen. "Der Einsatz von
Insektiziden ist das bewusste Töten von Bienenvölkern und ist nicht
nur aus Tierschutzgründen sondern auch aufgrund der negativen
Beeinflussung des gesamten Systems völlig inakzeptabel", sagte
Jarolim am Donnerstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****
Weiters erklärte Jarolim, dass trotz der Tatsache, dass bei den toten
Bienen das Gift der Hersteller zweifelsfrei nachgewiesen wurde, sich
diese weigern, Schadenersatzzahlungen an die Imkerinnen und Imkern zu
leisten. "Das wird sich - wenn man die Problematik nicht endlich
ernst nimmt, dramatisch ändern, es könnten eine Welle von
Schadenersatzzahlungen auslösen", warnte Jarolim.
Nebenbei verweist Jarolim darauf, dass der Imkereisektor ein fester
Bestandteil der europäischen Landwirtschaft sei, der mehr als 600.000
Bürgerinnen und Bürgern der europäischen Union als Haupt- oder
Nebenerwerbseinkommensquelle dient und - durch Bestäubung - der
Landwirtschaft grundlegende Dienste leistet und damit zum Erhalt der
biologischen Vielfalt beiträgt. "Dem Landwirtschaftsminister ist
offenbar nicht klar, dass möglicherweise auch eine Staatshaftung
schlagend wird, wenn wir wissenden und sehenden Auges nichts gegen
die Bienentötung unternehmen", resümierte Jarolim. (Schluss) up/mp
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