• 13.03.2013, 13:57:57
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  • OTS0185 OTW0185

Transfer von Ökologie-Know-How nach Indonesien

Indonesische Parlamentarier zu Besuch im Hohen Haus

Utl.: Indonesische Parlamentarier zu Besuch im Hohen Haus =

Wien (PK) - Sehr interessiert an einer Intensivierung der
Wirtschaftsbeziehungen mit Österreich, vor allem im Bereich von
erneuerbaren Energien und Hochtechnologie, zeigten sich heute die
Mitglieder einer indonesischen Parlamentarierdelegation, die im
Rahmen ihrer viertägigen Österreich-Visite (11.-14. März 2013) auch
dem Hohen Haus einen Besuch abstatteten. Abgeordneter Christoph
Matznetter (S) begrüßte die ausländischen Gäste und sprach von einer
tiefen Freundschaft zwischen beiden Ländern, die beim letzten Besuch
von Bundespräsident Fischer in Indonesien im Jahr 2010 noch weiter
gefestigt werden konnte. An der Unterredung nahmen von
österreichischer Seite noch die Abgeordneten Gabriela Moser (G),
Bernhard Themessl (F), Franz Hörl und Michael Praßl (beide V) teil.

Delegationsleiter Honing Sanny (Indonesian Democratic Party of
Struggle, PDI-P) berichtete über die guten Erfahrungen mit
österreichischen Firmen, die bereits in Indonesien vertreten sind,
und wünschte sich einen weiteren Ausbau der Investitionen vor allem
in den Bereichen Infrastruktur (z.B. Straßenbau), Papier- und
Holzindustrie, erneuerbare Energien und Hochtechnologie.
Nachholbedarf gebe es sicher auch noch hinsichtlich der
Bewusstseinsbildung in Sachen Umweltschutz sowie bezüglich der
Ausbildung von StudentInnen in technischen und ökologischen Fächern.
Aus diesem Grund wünschte sich Sanny auch eine engere Zusammenarbeit
im Hochschul- und Forschungssektor.

Indonesien setzt auf erneuerbare Energie

Die Nutzung von erneuerbaren Energiequellen stelle eine große Chance
für ein Land wie Indonesien, das über enorme Naturressourcen verfüge,
dar, war Abgeordneter Christoph Matznetter (S) überzeugt. Aufgrund
der geographischen Situation und im Sinne der Versorgungssicherheit
würden sich dezentrale Lösungen, wie sie auch in Österreich forciert
werden, anbieten. Auf viel Interesse seitens der indonesischen Gäste
stieß die Aussage Matznetters, wonach Wien den gesamten Abfall seiner
Bewohner im Stadtgebiet selbst verarbeitet und zudem noch die
Verbrennungsenergie für die Beheizung von Wohnungen nutzt. Matznetter
schlug zudem noch vor, in Kontakt mit dem Austrian Institute of
Technology (AIT) zu treten, das hinsichtlich der auch für Indonesien
sehr interessanten Smart-City-Konzepte Beratungen anbieten könnte.

Zahlreiche österreichische Vorzeigeunternehmen belegen, dass die
Interessen von Wirtschaft und Umwelt sehr wohl vereinbar sind, meinte
Abgeordnete Gabriela Moser (G). Sie ging insbesondere auf die
dezentralen Energieprogramme in Oberösterreich ein und sah gute
Chancen für österreichische Betriebe in den Bereichen Solarenergie,
Biomasse, Transportinfrastruktur sowie Straßenbau.

Abgeordneter Bernhard Themessl (F) gab zu bedenken, dass es für
österreichische Firmen aufgrund der strengen Auflagen bezüglich
Sozial- und Umweltstandards oft sehr schwierig sei, sich im globalen
Wettbewerb zu behaupten, da es mit Billiglohnländern konkurrieren
müsse. Abgeordneter Franz Hörl (V) konzentrierte sich in seiner
Wortmeldung auf den Tourismussektor und berichtete über seine
Erfahrungen im Zillertal.

Im Anschluss daran trafen sich die Gäste aus Indonesien noch mit
Mitgliedern der bilateralen parlamentarischen Gruppe Österreich -
Süd- und Südostasien, Australien und Ozeanien. (Schluss) sue

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