• 13.03.2013, 09:40:31
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FPÖ-Jannach: Internes Bauernbund-Schreiben wirft Berlakovich und AMA Chaos bei Almflächenfeststellungen vor

Wien (OTS) - "Ein internes Schreiben der Bauernbundobmänner und
Landwirtschaftskammerpräsidenten aus Vorarlberg, Tirol, Salzburg und
Kärnten bestätigt die von der FPÖ seit Jahren vorgetragene Kritik an
der chaotischen Almflächenfeststellung durch die AMA und das
Landwirtschaftsministerium", erläutert der freiheitliche
Agrarsprecher NAbg. Harald Jannach einen geheimen Protest-Brief an
Landwirtschaftsminister Berlakovich sowie an die österreichische
Bauernbundspitze.

Die vorgesehene Feststellung der Almflächen am Bildschirm soll
wesentlich größere Probleme bringen als angenommen. "Die
durchgesickerten Feststellungsergebnisse der Almflächen am Bildschirm
bringen nicht nachvollziehbare Flächenauswertungen und damit
verbunden Rückforderungen und Sanktionen bei den Betriebsprämien und
besonders schwerwiegend auch bei den Geldern der 2. Säule mit sich",
zitiert Jannach aus dem internen Schreiben. Weiters wird darauf
verwiesen "dass sowohl die Almobmänner als auch die
Kammerangestellten immer nach den Vorgaben der Kontrollmaßstäbe und
nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt zu haben".

Wie dramatisch die neue Flächenfeststellung durch AMA und
Landwirtschaftsministerium sein dürfte, zeigt sich in der Forderung
nach einem sofortigen Stopp der vorgesehenen Bildschirmprüfung sowie
einem Stopp der Kontrollen auf die Jahre vor 2013.

Durch die derzeitige INVEKOS-GIS-Verordnung kommt es zu einer
Benachteiligung der Hutweiden und Almflächen sowie zu einer
"Verkomplizierung" für die Bauern und die Verwaltung. Die Änderung
der Prüfmaßstäbe während der Förderperiode wird ebenfalls massiv
kritisiert.

Besonders dramatisch erläutern die Verfasser dieses Schreibens die
Konsequenzen bei Nicht-Änderung der derzeitigen Vorgangsweise:
"Tausenden Betrieben und bäuerlichen Familien wird durch die
Rückforderungsbeträge ihr hart verdientes Einkommen geschmälert. In
Extremfällen ist sogar deren Existenz gefährdet", zitiert Jannach.
Die Bewirtschaftung könnte zur Gänze eingestellt werden, keine
Pächter könnten gefunden werden und die Bewirtschaftungsstruktur
würde innerhalb kürzester Zeit "einen noch nie dagewesenen Wandel
erfahren".

Besonders pikant ist die Aufforderung der westlichen LK-Präsidenten
an Minister Berlakovich sowie an ÖVP-Agrarsprecher NR Jakob Auer,
Bauernbund-Direktor Abentung und LK-Österreich-Präsident Wlodkowski
endlich die Probleme zu lösen und "nicht den Strukturwandel zu
beschleunigen".

In eigener Bauernbund-Sache wird abschließend darauf verwiesen, dass
sich bereits jetzt Plattformen bilden, die sich gegen das
Ministerium, die AMA, den Bauernbund und die Landwirtschaftskammern
richten und diese "parteipolitisch nutzen wollen".

Die endgültige Bestätigung des derzeitigen
Almflächenfeststellungschaos offenbart die Mitteilung, dass
"langjährige, sehr verlässliche mit der Almflächenerhebung befasste
Kammermitarbeiter bereits ihren Arbeitsplatz aufgeben haben".

"Im Interesse der Almbauern wäre es angebracht, dass
Landwirtschaftminister Berlakovich aus dem Winterschlaf erwacht",
fordert Jannach endlich eine Lösung dieser seit Jahren anstehenden
Problematik. "Eindeutiger kann ein Totalversagen des
Landwirtschaftsministeriums und der AMA nicht dokumentiert werden,
als durch dieses "Geheim-Papier" der hauptbetroffenen
Bauernbund-Obleute und Kammerpräsidenten", so Jannach abschließend.

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