• 07.03.2013, 09:19:33
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Bayr zum Internationalen Frauentag: Gewalt gegen Frauen stoppen

Weibliche Genitalverstümmelung ist Gewalt gegen Frauen

Utl.: Weibliche Genitalverstümmelung ist Gewalt gegen Frauen =

Wien (OTS/SK) - "Der Frauentag ruft uns heuer dazu auf, entschieden
gegen Gewalt an Frauen aufzutreten", betont Petra Bayr,
Nationalratsabgeordnete der SPÖ, anlässlich des Internationalen
Frauentages am 8. März. 2013 steht der Frauentag im Zeichen gegen
jede Form von Gewalt gegen Mädchen und Frauen. Ein Drittel aller
Frauen sind in ihrem Leben Gewalt ausgesetzt, sei es körperliche,
seelische oder sexuelle Gewalt. "Das ist ein inakzeptabler Zustand",
sagt Bayr am Donnerstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

Die Frauenstatuskommission der Vereinten Nationen (Commission on the
Status of Women, CSW) berät von 4. bis 15. März über die Bekämpfung
von Gewalt gegen Frauen und Mädchen. Dabei treffen Vertreterinnen und
Vertreter von Staaten und NGOs aufeinander. "Ich hoffe, dass die
Stimmen der zahlreichen Expertinnen und Experten aus der
Zivilgesellschaft, die wertvollen Input im Kampf gegen
geschlechtsspezifische Gewalt zu bieten haben, von den
Staatenvertretern gehört werden und deren Positionen in die
Verhandlungen einfließen", fordert Bayr die Staaten zur Kooperation
mit progressiven NGOs auf. Letztes Jahr kam es bei der CSW wegen der
Blockade konservativer Staaten zu keinem Abschlussdokument. Das dürfe
sich laut Bayr nicht wiederholen: "Ich rufe die Verhandler der
EU-Staaten auf, stark für die Rechte von Frauen und Mädchen
aufzutreten und keine Rückschritte in der internationalen
Frauenpolitik zuzulassen".

Weibliche Genitalverstümmelung stellt eine Form der Gewalt gegen
Frauen und Mädchen dar, "die in manchen Staaten leider immer noch
verbreitet ist", bedauert Bayr, die im Jahr 2003 die Plattform
stopFGM gegründet hat. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation
sind 140 Millionen Frauen und Mädchen von den körperlichen und
seelischen Folgen dieser Menschenrechtsverletzung betroffen. Das
European Institute for Gender Equality (EIGE) hat eine Studie über
FGM in den EU-Mitgliedstaaten plus Kroatien herausgebracht, die heute
von der EU-Kommissarin für Justiz und Grundrechte Viviane Reding
vorgestellt wird.

Link zur Studie:
http://www.eige.europa.eu/content/document/female-genital-mutilation-
in-the-european-union-and-croatia-report

(Schluss) bj/mp

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