- 05.03.2013, 13:55:10
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Bayr zu Entwicklungszusammenarbeit: 0,7-Prozent-Ziel muss endlich umgesetzt werden!
Anträge sehen eine Aufstockung der Mittel vor - Petition des Realgymnasiums Perg zeigt Engagement junger Menschen für EZA
Utl.: Anträge sehen eine Aufstockung der Mittel vor - Petition des
Realgymnasiums Perg zeigt Engagement junger Menschen für EZA =
Wien (OTS/SK) - Zusätzliche Mittel für die Entwicklungszusammenarbeit
(EZA) forderte heute, Dienstag, Petra Bayr, SPÖ-Sprecherin für
globale Entwicklung, im Rahmen der Sitzung des EZA-Unterausschusses,
der zum neuen Dreijahresprogramm der Österreichischen
Entwicklungspolitik tagte. Sie betonte, dass sich Österreich bereits
mehrmals dazu verpflichtet habe, 0,7 Prozent des
Bruttonationaleinkommens für die Entwicklungszusammenarbeit
aufzuwenden. "Ich begrüße es daher, dass bereits im November des
Vorjahres im Zuge der Budgetdebatte ein Antrag zur Aufstockung der
Mittel beschlossen wurde. Das werden wir auch nochmals mit einem
weiteren Antrag bestätigen. Nur mit einem realistischen Stufenplan
und Erhöhung der Mittel können die Ziele der österreichischen
Entwicklungspolitik - wie im Dreijahresprogramm anvisiert - auch
umfassend umgesetzt werden", so Bayr. ****
Der Entschließungsantrag, der im November im Zuge der
Budgetberatungen beschlossen wurde, sieht vor, die Mittel für die
bilaterale EZA aufzustocken und entsprechende Vorkehrungen im
Bundesfinanzrahmengesetz 2014-2017 zu treffen. Laut aktuellen Daten
hat Österreich im Jahr 2011 lediglich 0,27 Prozent des
Bruttonationaleinkommens für die EZA ausgegeben. Dazu Bayr: "Seit
Jahren wird Österreich für seine viel zu niedrigen
Entwicklungszahlungen gerügt. Unter allen OECD-Ländern liegt
Österreich an viertletzter Stelle, was die Höhe der Zahlungen
betrifft. Wir brauchen hier eine stufenweise Erhöhung der Mittel,
damit Österreich seinen internationalen Verpflichtungen nachkommen
kann."
Besonders begrüßte die Sprecherin für globale Entwicklung die
Initiative und Petition der Klasse 7M1 des Realgymnasiums Perg, die
im Rahmen eines Schulprojekts mehrere Aktionen durchgeführt hatte, um
sich für eine Erhöhung der EZA-Mittel auf 0,7 Prozent einzusetzen und
die Bevölkerung auf den dringenden Handlungsbedarf hinzuweisen.
Nachdruck verlieh die Klasse durch die Übergabe des Films "We want
you to act" an Nationalratspräsidentin Barbara Prammer. "Dieses
Engagement zeigt, wie sich junge Menschen für die
Entwicklungszusammenarbeit engagieren und nicht verstehen, dass das
0,7-Prozent-Ziel jahrelang in Diskussion ist, jedoch bisher nicht
umgesetzt wurde. Ich freue mich, dass sich der Nationalrat hier so
klar festlegt", sagte Bayr. (Schluss) bj/sas/mp
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