• 28.02.2013, 14:12:50
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ÖGB: Anerkennung von Schulabschlüssen wichtiger erster Schritt für die Durchlässigkeit

Erlass regelt, dass BMHS-AbsolventInnen nicht mehr als Lehrlinge beschäftigt werden dürfen

Utl.: Erlass regelt, dass BMHS-AbsolventInnen nicht mehr als
Lehrlinge beschäftigt werden dürfen =

Wien (OTS/ÖGB) - Der ÖGB begrüßt den heutigen Erlass von
Wirtschaftsminister Mitterlehner nach dem Berufsausbildungsgesetz.
"Damit wird klargestellt, welche Lehrverträge nach einer bereits
absolvierten Schulausbildung in einer berufsbildenden mittleren oder
höheren Schule nicht mehr abgeschlossen werden dürfen - ein wichtiger
Schritt in Richtung Durchlässigkeit und Anerkennung von
berufsbildenden Abschlüssen", sagt Alexander Prischl, Referatsleiter
für Bildungs- und Arbeitsmarktpolitik.++++

"Der von uns immer wieder kritisierte Fall, dass AbsolventInnen von
berufsbildenden Schulen im Anschluss nicht als vollwertige Fachkräfte
mit der entsprechenden Bezahlung nach dem Kollektivvertrag, sondern
als Lehrlinge im selben Beruf beschäftigt werden, sollte damit der
Vergangenheit angehören", zeigt sich Prischl optimistisch.

Mit dem Erlass ist als erster Schritt für die großen Berufsgruppen
eine Regelung vorhanden, die Zukunft wird zeigen, ob diese auch
ausreicht oder für weitere Schulabschlüsse eine Ergänzung notwendig
sein wird. Nach wie vor sieht der ÖGB in einer klaren Verordnung nach
dem §28 des Berufsausbildungsgesetzes zu den Berufsberechtigungen den
besseren Weg.

Offen ist auch noch die Frage, wie man mit der Anrechnung von
Fertigkeiten und Kenntnissen von SchulabbrecherInnen umgeht, wenn
diese nachfolgend einen facheinschlägigen Lehrberuf wählen und
natürlich umgekehrt, wenn Lehrlinge in eine berufsbildende Schule
wechseln. "Auch hier müssen Lösungen gefunden werden, denn wir können
es uns nicht leisten, bereits erworbene Bildungsinhalte einfach zu
ignorieren und somit Bildungs- und Lebenszeitressourcen zu vergeuden.
Den politischen Bekenntnissen zur Anrechnung von bereits erworbenem
Wissen müssen auch realpolitische Taten folgen", so
ÖGB-Bildungsexperte Prischl abschließend.

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