- 28.02.2013, 09:46:48
- /
- OTS0064 OTW0064
AVISO: Symposium im Parlament zur Staats- und Verfassungskrise 1933
Ausschaltung des Nationalrats läutete Ende der Demokratie ein
Utl.: Ausschaltung des Nationalrats läutete Ende der Demokratie ein =
Wien (PK) - Der 4. März 1933 gehört zu den prägnantesten Daten der
österreichischen Geschichte. Nach einer umstrittenen Abstimmung im
Parlament traten alle drei Präsidenten des Nationalrats aus
taktischen Erwägungen zurück. Der damalige Bundeskanzler Engelbert
Dollfuß nutzte diese Geschäftsordnungskrise, um den Nationalrat
auszuschalten und auf Grundlage des Kriegswirtschaftlichen
Ermächtigungsgesetzes autoritär zu regieren. Die kurze Zeitspanne der
parlamentarischen Demokratie in Österreich war damit de facto
beendet, auch wenn der Bundesrat vorerst noch weiter tagte und die
alte Verfassung formell aufrecht blieb.
Zum 80. Jahrestag der Staats- und Verfassungskrise 1933 veranstaltet
das Parlament auf Einladung von Nationalratspräsidentin Barbara
Prammer und von Zweitem Nationalratspräsidenten Fritz Neugebauer ein
Symposium im Hohen Haus. Damit soll ein Beitrag zur
Bewusstseinsbildung für die historischen Ereignisse und zur
Sensibilisierung gegenüber antidemokratischen Strömungen geleistet
werden. Hochrangige WissenschaftlerInnen setzen sich unter anderem
mit dem Weg Österreichs in die Diktatur, dem damals weit verbreiteten
Ruf nach autoritären Strukturen und der Verfassungskonzeption von
1934 auseinander. Zudem spannen sie den Bogen zur Gegenwart, indem
sie Strategien zur aktuellen Krisenbewältigung sowie das Thema
Legitimität und Repräsentation in der EU beleuchten.
Symposium "Staats- und Verfassungskrise 1933": Montag, 4. März 2013,
14.00 Uhr bis 18.00 Uhr, Budgetsaal des Parlaments.
ReferentInnen: Ilse Reiter-Zatloukal (Institut für Rechts- und
Verfassungsgeschichte der Universität Wien), Helmut Wohnout (Institut
für Geschichte der Universität Graz), Ewald Wiederin (Institut für
Staats- und Verwaltungsrecht der Universität Wien), Clemens Jabloner
(Präsident des Verwaltungsgerichtshofs), Dieter Stiefel (Institut für
Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Universität Wien), Helene
Schuberth (Senior Advisor der Oesterreichischen Nationalbank), Peter
Lindseth (School of Law, University of Connecticut), Sonja Puntscher-
Riekmann (Salzburg Centre of European Union Studies).
Zusammenfassende Kommentare: Anton Pelinka (Themenblock
"Demokratiekrise und Staatsentwürfe), Ernst Bruckmüller (Themenblock
"Wirtschafts- und europapolitische Verortung der Ereignisse").
Moderation: Parlamentsvizedirektorin Susanne Janistyn. (Schluss) gs
Eine Aussendung der Parlamentskorrespondenz
Tel. +43 1 40110/2260, Fax. +43 1 40110/2640
e-Mail: [email protected], Internet: http://www.parlament.gv.at
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NPA






