- 27.02.2013, 09:57:47
- /
- OTS0063 OTW0063
Bayr begrüßt das Rückwurfverbot als wichtigen Schritt zum Schutz der EU-Gewässer
Rasche Umsetzung und strenge Kontrollsysteme müssen folgen
Utl.: Rasche Umsetzung und strenge Kontrollsysteme müssen folgen =
Wien (OTS/SK) - "Das Rückwurfverbot ist ein wichtiger Schritt in der
Fischereipolitik der EU", stellt Petra Bayr, Bereichssprecherin für
globale Entwicklung der SPÖ, am Mittwoch gegenüber dem
SPÖ-Pressedienst fest. Um der Überfischung der letzten Jahrzehnte
Einhalt zu gebieten, sprach sich der Fischerei-Ministerrat für ein
stufenweises Rückwurfverbot aus. Ersten Informationen zufolge sollte
in fünf Jahren nur mehr sieben Prozent der ungewollt gefangenen
Fische zurückgeworfen werden dürfen. Bis 2019 ist das Rückwurfverbot
stufenweise in den europäischen Gewässern einzuführen, "damit sollten
sich die Fischbestände langsam wieder erholen können", sagt Bayr und
pocht auf "rasche Umsetzung und strenge Kontrollen, damit es nicht
bei einem Lippenbekenntnis bleibt". ****
"Um den Beifang zu reduzieren, brauchen wir Fangmethoden, die
zielsicher sind", betont Bayr. "Grundschleppnetze, die den
Meeresboden verwüsten, Langleinen und riesige Netze, die alle
möglichen Meeresbewohner töten, müssen hingegen der Vergangenheit
angehören." Erholen sich die europäischen Fischbestände, müssten
Schiffe der EU-Flotte nicht mehr vor der westafrikanischen Küste auf
Beutezug gehen. "Das hätte auch positive Effekte für die
westafrikanischen Fischer, denen dann mehr Fisch bleibt und so das
Überleben sichert", betont Bayr einen entwicklungspolitischen Effekt.
Die westafrikanischen Gewässer zählen weltweit zu den am meisten
überfischten, woran die EU laut Bayr "sicher mitschuldig ist".
Gerade in Westafrika sichert der Fischfang, als Exportgut und für den
Eigenbedarf, das Überleben vieler Menschen. Dazu ist es
Voraussetzung, dass nicht hochtechnische europäische Flotten den
lokalen Fischern die Bestände vor der Nase wegfischen und die neuen,
strengeren Beifang-Regelungen selbstverständlich auch in allen
Fischereiabkommen mit anderen Staaten gelten sollen. "Die Rettung des
globalen Fischbestands ist eine gemeinsame Aufgabe aller Nationen, da
kann es nicht sein, dass mit unterschiedlichem Maß gemessen wird und
durch die europäischen Flotten vor Afrika das sinnlose Töten von
wirtschaftlich für die EU nicht interessantem Fisch weitergehen
darf", unterstrich Bayr. (Schluss) bj
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | SPK






