- 24.02.2013, 10:22:33
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ÖGB-Oberhauser: Mini-Löhne sind kein Weg aus der Krise
Stärkung der Kaufkraft steigert Beschäftigung und Wirtschaftswachstum
Utl.: Stärkung der Kaufkraft steigert Beschäftigung und
Wirtschaftswachstum =
Wien (OTS/ÖGB) - "Wer sich Mangels ausreichendem Einkommen nichts
kaufen kann, kann auch nicht zur Steigerung des Wirtschaftswachstum
sowie zu mehr Beschäftigung beitragen", stellt Sabine Oberhauser,
ÖGB-Vizepräsidentin fest. "Viele Arbeitgeber haben das noch immer
nicht kapiert und speisen mehr als 400.000 Beschäftigte in Österreich
mit Mini-Löhnen ab, wie die AK-Oberösterreich nun belegt. Daher muss
der Mindestlohn dringend auf 1.500 Euro monatlich angehoben werden",
fordert Oberhauser.++++
Vor allem Menschen mit geringer Ausbildung, Frauen und Junge werden
immer noch mit Mini-Jobs abgespeist. Damit wird eine gefährliche
Spirale in Gang gesetzt. Minilöhne führen direkt in die Altersarmut,
die Einkommensschere zwischen Frauen und Männern wird größer, Junge
können sich kaum eine Existenz aufbauen und starten mit einem
Rucksack voller Schulden ins Leben. Oberhauser fordert daher, dass -
wie bereits in einer Reihe von Kollektivverträgen festgehalten - der
Mindestlohn für alle Beschäftigten auf monatlich 1.500 Euro angehoben
wird.
Weiters unterstützt die ÖGB-Vizepräsidentin die Forderung des
oberösterreichischen AK-Präsidenten Johann Kalliauer, dass
öffentliche Gelder nur an jene Betriebe gehen sollen, die
nachweislich qualitative Kriterien erfüllen. So sollten öffentliche
Aufträge und Förderungen nur jene Betriebe bekommen, die Jugendliche
mit Unterstützungsbedarf fördern, aktiv für Gleichstellung sorgen
oder ökologische Maßnahmen setzen. Auf diese Weise soll der Anteil
der Jugendlichen ohne Ausbildung auf unter zehn Prozent gesenkt, mehr
Geschlechtergerechtigkeit erreicht und eine sozial-ökologische
Entwicklung in Schwung gebracht werden.
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