- 24.02.2013, 09:30:31
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Bayr fordert vom EU-Rat für Fischerei, die Rechte der Westsahara zu wahren
Fischereiabkommen mit Marokko darf Gebiete der Westsahara nicht einschließen
Utl.: Fischereiabkommen mit Marokko darf Gebiete der Westsahara
nicht einschließen =
Wien (OTS/SK) - Die EU-Kommission wird beim Rat für Fischerei und
Landwirtschaft, der am Montag und Dienstag, 25. und 26. Februar, in
Brüssel tagt, über den Stand der Verhandlungen mit Marokko
informieren. Um das derzeit ausgelaufene Abkommen zu erneuern, steht
das Königreich Marokko in Verhandlungen mit Vertreterinnen und
Vertretern der EU. "Derzeit scheinen sich die Verhandlung vor allem
um Ausgleichszahlungen zu drehen, was aber aus meiner Sicht viel
wichtiger wäre, ist, das Selbstbestimmungsrecht der sahaurischen
Bevölkerung zu achten", gibt Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für
globale Entwicklung, am Sonntag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst zu
bedenken. ****
"Den von Marokko besetzten Gebieten der Westsahara wird ihr
Selbstbestimmungsrecht abgesprochen, weil sie über ihre
wirtschaftlichen Ressourcen nicht selbst verfügen dürfen", kritisiert
Bayr und ergänzt: "Will die EU in den Gewässern der Westsahara
fischen, muss sie mit der POLISARIO, der von der UNO anerkannten
Vertretung der Sahauris, verhandeln und nicht mit Marokko." Die
Gebiete der Westsahara wurden 1975 völkerrechtswidrig vom Königreich
Marokko besetzt. Seither beutet Marokko rechtswidrig die natürlichen
Ressourcen der Westsahara aus. Bayr fordert, dass "die Gewässer der
Westsahara ausdrücklich aus dem Abkommen zwischen Marokko und der EU
ausgenommen werden müssen, solange die sahaurische Bevölkerung über
das Abkommen weder befragt wurde noch davon profitieren wird".
(Schluss) bj
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