• 20.02.2013, 10:20:01
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BM Karl und die Minimallösung: ÖVP soll endlich aufhören, nur die Kirche zu vertreten

Wien (OTS) - Die Ankündigung BM Beatrix Karl, lediglich die
Stiefkindadoption entsprechend dem jüngsten EGMR-Urteil neu regeln zu
wollen, wird von der "Initiative Religion ist Privatsache" scharf
kritisiert. "Als verlängerter Arm der Kirche scheint die ÖVP, nach
wie vor alles unternehmen zu wollen, um die religiös motivierte
Diskriminierung in Österreich so lange aufrecht zu halten wie nur
möglich. Die ÖVP sollte aber das EGMR-Urteil als das verinnerlichen,
was es ist: eine grundsätzliche Absage an jegliche Form der
Benachteiligung", so Initiativevorstand Heinz Oberhummer, der eine
grundlegende Reform des Familien- und Eherechts in Österreich, frei
von religiösen Vorgaben, fordert. "Die Diskriminierung von Lesben und
Schwule kann im 21. Jahrhundert nur mit Argumenten verteidigt werden,
die entweder religiöser oder nationalsozialistischer Provenienz sind;
Sachargumente gibt es nämlich keine" so Oberhummer, der die ÖVP
auffordert "als Regierungspartei endlich Verantwortung zu Übernehmen
und die nächste Niederlage Österreichs vor dem EGMR zu verhindern".
Für Oberhummer ist die gleichgeschlechtliche Ehe "lediglich eine
Frage der Zeit" und "jeder bewusste Versuch, diese durch eine
verfassungswidrige Anlassgesetzgebung zu verzögern, eine Form des
Amtsmissbrauchs".

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