- 14.02.2013, 13:57:15
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FPÖ-Belakowitsch-Jenewein: Rind-Pferde-Fleisch-Betrug ist nur Spitze des Eisberges
Wien (OTS) - "Das Fiakergulasch darf zwar namensecht wiehern, wenn
aus Pferdefleisch, dank lückenhafter Kontrollen, Rindfleisch wird.
Aber die Pferde dürften den amtlichen Prüfern nicht nur in dieser
Frage durchgegangen sein", befindet die freiheitliche
Gesundheitssprecherin NAbg. Dr. Dagmar Belakowitsch-Jenewein. "Nicht
nur, weil etwa in Schweden 9.000 Pferde als verschollen gelten, wie
sich im Zuge des aktuellen Skandals herausgestellt hat. Ob
Pestizidrückstände in Mehl, in Europa nicht zugelassener
Gentechnik-Leinsamen in Backwaren. Ob mit Chemikalien verunreinigte
Getränke, Dioxine im Tierfutter - das über den Umweg tierischer
Produkte auch auf unseren Tellern landet - oder Fruchtjoghurts ohne
Früchte. Ob radioaktiv belastetes Mineralwasser, mit nicht
zugelassenen Gentechnik-Sorten verunreinigte Reisprodukte oder
Gammelfleisch. Die Liste ließe sich beliebig fortsetzen, zeigt aber
auch bereits in diesem kurzen Überblick, dass es bei
Lebensmittelkontrollen in der EU, aber auch in Österreich, einigen
Verbesserungsbedarf gibt. Nicht viel besser ist die Situation im
Bereich Chemikalien oder Pharmaprodukte, wo etwa Weichmacher in
Medikamenten gefunden wurden."
"Ein weiterer wesentlicher Kritikpunkt", führt Belakowitsch-Jenewein
aus, "ist jener, dass sich Grenzwerte sowohl bei Chemikalien als auch
bei Nahrungsmitteln ausschließlich an Einzelsubstanzen in jeweils
einem Produkt orientieren. Der 'Cocktail-Effekt', also die Mischung
und Gesamtmenge von Chemikalien, der ein Mensch ausgesetzt ist, wird
ebenso ignoriert wie etwa die Gesamtmenge an Pestiziden, die ein
Verbraucher aufnimmt, wenn er mehrere belastete Produkte verzehrt.
Hier ist, im Sinne des Vorsorgeprinzips wie des Verbraucherschutzes,
schleunigst zu reagieren. Dann werden wir mittelfristig wohl auch
manche als 'Zivilisationskrankheit' titulierte Begleiterscheinung
unseres durch industrialisierten und durch kommerzialisierten Alltags
besser in den Griff bekommen", so die FPÖ-Gesundheitssprecherin
abschließend.
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