- 14.02.2013, 13:11:07
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Bayr: Gewalt gegen Frauen ist ein weltweites Problem
Heute um 17 Uhr Aktion "One Billion Rising" vor dem Parlament
Utl.: Heute um 17 Uhr Aktion "One Billion Rising" vor dem Parlament =
Wien (OTS/SK) - In einer gemeinsamen Pressekonferenz von der
SPÖ-Nationalratsabgeordneten und Bereichssprecherin für globale
Entwicklung Petra Bayr mit Ulrike Lunacek, Europaparlamentarierin der
Grünen, der grünen Nationalratsabgeordneten Judith Schwentner und
Maria Rösslhumer, Geschäftsführerin der Autonomen Frauenhäuser
appellierten alle an ein Ende der Gewalt gegen Frauen. Gewalt gegen
Frauen ist ein vielschichtiges Problem. So gibt es psychische,
physische und sexuelle Gewalt, die oft Hand in Hand gehen. Bayr
machte vor allem auf Gewalt gegen Frauen im entwicklungspolitischen
Kontext aufmerksam: "140 Millionen Frauen sind weltweit von
weiblicher Genitalverstümmelung betroffen. Das ist nicht hinnehmbar."
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Bayr verwies auf die schreckliche Gruppenvergewaltigung in Indien,
die den ganzen Subkontinent wachgerüttelt hätte. Es sei positiv, dass
eine breite Debatte über Gewalt gegen Frauen geführt werde.
Gleichzeitig verwies sie aber auch auf Länder wie Südafrika, in denen
ähnliche Fälle zu keinem gesellschaftlichen Aufschrei führten. "In
Südafrika ist es für ein fünfjähriges Mädchen wahrscheinlicher, dass
es bis zu seinem zwölften Lebensjahr Opfer einer Vergewaltigung wird,
als dass es Lesen und Schreiben lernt", erläutert Bayr. Sie betonte
gleichzeitig, dass Gewalt gegen Frauen nicht bloß Thema einzelner
Staaten sei, sondern auf der ganzen Welt vorkomme, auch in
Österreich. Bayr verwies in diesem Zusammenhang auf den Fall einer
Vergewaltigung in der U6.
Die Bereichssprecherin für globale Entwicklung machte auch auf
systematische Gewalt gegen Frauen aufmerksam. So seien etwa in
Bosnien Vergewaltigungen als Kriegsmittel eingesetzt worden. Eine
andere Form der systematischen Menschenrechtsverletzungen an Frauen
ist weibliche Genitalverstümmelung. Bayr, Mitbegründerin der
überparteilichen Plattform "stopFGM", führt dazu aus: "Es braucht
mehr finanzielle Mittel in der Entwicklungsarbeit für sexuelle und
reproduktive Gesundheit von Frauen und um FGM zu bekämpfen. Frauen
auf der ganzen Welt sind davon betroffen." Umso wichtiger sei es,
dass Österreich die Istanbul-Konvention des Europarats gegen Gewalt
an Frauen und Mädchen endlich ratifiziere. "Inhaltlich gibt es keine
Probleme, und aus meiner Sicht keine Hindernisse für eine schnelle
Ratifizierung", drängt Bayr die Innenministerin zu einem schnelleren
Handeln. Einige Mitgliedstaaten haben die Konvention unterzeichnet,
aber nur Portugal hat sie bis jetzt ratifiziert.
Abschließend verwies Bayr auf die heute stattfinde Aktion zu "One
Billion Rising". Diese Initiative wurde von Eve Ensler, der
Verfasserin der "Vagina-Monologues" ins Leben gerufen. Eine Milliarde
Frauen und solidarische Männer sollen weltweit auf die Straße gehen,
um in Tanz-Flashmobs auf Gewalt gegen Frauen hinzuweisen. "Machen wir
den 14. Februar zu einem Tag 'V-Day', zu einem 'Victory over
Violence' Day gegen Gewalt", fordert Bayr alle auf sich daran zu
beteiligen.
Aktion "One Billion Rising", 17 Uhr vor dem Parlament (Schluss) sn
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