• 13.02.2013, 15:55:24
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Oberhauser zu Mikl-Leitner: Bewährten Weg "Therapie statt Strafe" nicht verlassen

Wien (OTS/SK) - Innenministerin Mikl-Leitner will völlig
unnötigerweise den bewährten und erfolgreichen Weg "Therapie statt
Strafe" in der Drogenpolitik verlassen. Zum einen stelle Mikl-Leitner
Jugendliche mit den Schnell-Haartests unter einen Generalverdacht und
"jetzt will sie auch noch Drogenkranken die Ersatztherapie
streichen", lehnt SPÖ-Gesundheitssprecherin Sabine Oberhauser die
Vorschläge der Innenministerin ab. "Das ist gegen alle Empfehlungen
von Expertinnen und Experten und würde Österreich in der
Drogentherapie um Jahrzehnte zurückwerfen", kritisiert Oberhauser.
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Mit den Schnell-Haartests, bei denen nicht einmal gesichert sei, ob
sie ein gerichtlich verwertbares Ergebnis liefern, würden Jugendliche
in unzulässiger Weise unter einen Generalverdacht gestellt und
kriminalisiert. ""Das entspricht nicht unserem Verständnis vom Umgang
mit Jugendlichen und ist in der Strategie gegen Suchtkrankheit
kontraproduktiv", sagt Oberhauser.

Strikt abzulehnen sei auch die Forderung von Mikl-Leitner nach einem
Abgehen von der Substitutionsbehandlung bei Drogenkranken. Die
SPÖ-Gesundheitssprecherin schließt sich hier den Warnungen der
Ärztekammer an, dass dies ein sowohl für die Kranken als auch
gesellschaftspolitisch ein gefährlicher und nicht wünschenswerter Weg
sei. "Die Ministerin wäre gut beraten, hier auf die Meinung und das
Wissen der Expertinnen und Experten zu hören. Die Behandlung von
Suchtkranken soll jenen überlassen werden, die sich darin auskennen",
betont Oberhauser. (Schluss) bj/sl/mp

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