• 06.02.2013, 09:01:22
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Bayr zum internationalen Tag gegen weibliche Genitalverstümmelung (FGM): FGM ist eine Menschenrechtsverletzung!

FGM weltweit bekämpfen

Utl.: FGM weltweit bekämpfen =

Wien (OTS/SK) - "Weibliche Genitalverstümmelung hat keinerlei
positive Effekte und verletzt weltweit die Rechte von Frauen und
Mädchen", stellt Petra Bayr, Gründerin der österreichischen Plattform
stopFGM und Nationalratsabgeordnete der SPÖ, anlässlich des
Internationalen Tages gegen weibliche Genitalverstümmelung fest. Laut
Angaben der Weltgesundheitsorganisation müssen 140 Millionen Frauen
und Mädchen mit körperlichen und seelischen Folgen der Verstümmelung
leben. ****

Die nächste Frauenstatuskommission der Vereinten Nationen (CSW) wird
im März das Thema Gewalt als Schwerpunkt haben. "Darunter fallen auch
traditionelle Formen der Gewalt, wie FGM", stellt Bayr klar und
fordert die österreichische Delegation auf, sich gegen alle Formen
von Gewalt gegen Frauen einzusetzen: "Ich erwarte mir, dass die
österreichischen VerhandlerInnen besonders engagiert gegen Gewalt an
Frauen auftreten, auch gegen die so genannten traditional practices,
die in einigen Ländern gerne heruntergespielt werden." Die EU müsse
bei den Verhandlungen "geschlossen gegen Gewalt an Frauen auftreten"
und klarstellen, dass "geschlechtsspezifische Gewalt kein
Kavaliersdelikt ist", pocht Bayr auf eine starke Verhandlungsposition
der Mitgliedstaaten.

Das internationale Engagement Österreichs in diesem wichtigen Feld
lasse "sehr zu wünschen übrig" kommentiert Bayr die Leistungen der
österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA). "Es gibt weder
nennenswerte Summen für die direkte Bekämpfung von FGM, noch für den
Einsatz gegen die zugrunde liegenden Ursachen der weiblichen
Genitalverstümmelung", zeigt sich Bayr enttäuscht. Die Gleichstellung
der Geschlechter ist im Dreijahresprogramm der OEZA ein
Querschnittsthema, "leider fließt aber viel zu wenig Geld für
konkrete Maßnahmen, um Frauen zu stärken und sie in der Folge auch
vor FGM zu schützen", stellt Bayr fest.

Bei der gestrigen Pressekonferenz der Plattform stopFGM ging Bayr vor
allem auf Erfolge in Österreich ein, "internationale Erfolg durch
österreichische Unterstützung müssen bald folgen" fordert die
Gründerin der Plattform. Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek
betonte, dass FGM endlich aus der Tabuzone zu holen sei während
Sandra Pfleger, ehemalige Mitarbeiterin von EIGE (European Institute
for Gender Equality), einen Überblick über die Aktivitäten auf
EU-Ebene gab. (Schluss) up/mp

SERVICE: Die Presseunterlage steht zu Verfügung unter
http://www.spoe.at/bilder/d282/2013-02-04_PK_10_Jahre_stopFGM.pdf

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