- 29.01.2013, 12:58:14
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GRAS: Ministerrat beschließt nicht durchdachte UG-Novelle
Riskanter Schnellschuss auf Studierwillige
Utl.: Riskanter Schnellschuss auf Studierwillige =
Wien (OTS) - "SPÖ und ÖVP tätigen mit diesem Beschluss einen
riskanten Schnellschuss", kommentiert Viktoria Spielmann (Grüne und
Alternative StudentInnen) den heutigen Beschluss des Ministerrats zur
Novelle des Universitätsgesetzes. "Obwohl noch völlig unklar ist, wie
die Zugangsbeschränkungen aussehen sollen, werden nun politische
Spielchen auf dem Rücken der Studierenden getestet.", ist Spielmann
erbost.
Unbeantwortet lassen Wissenschaftsminister Töchterle (ÖVP) und
Wissenschaftssprecherin Kuntzl (SPÖ) die Frage, wer diese Verfahren
bezahlen soll. Entwicklung, Planung und Durchführung der Tests können
Millionen kosten. Geld, das den ohnehin chronisch unterfinanzierten
Unis an anderen Stellen fehlen wird. Es ist zu befürchten, dass diese
Kosten - wie schon an den Medizinunis - auf die Studierenden
abgewälzt werden. "Das würde zu einer doppelten sozialen Selektion
und Elitenbildung führen", führt Viktoria Spielmann aus: "An den
Medizinuniversitäten hat sich der Anteil an Studierenden aus
bildungsfernen Schichten seit der Einführung der Aufnahmetests
halbiert. Dies droht nun in weiteren 39 Studien!"
Wie sich das Wissenschaftsministerium die Umsetzung der
Zugangsbeschränkungen vorstellt, bleibt ebenfalls unklar. "Die
Prüfungsliteratur muss mindestens vier Monate vor dem Prüfungstermin
bekannt gegeben werden. Angesichts der erst jetzt beginnenden
Vorarbeiten, wird sich dies wohl kaum für die ersten Termine im Juli
ausgehen", erklärt Spielmann. "Das Risiko tausende Studierende von
den Unis zu drängen ist groß. Wir fordern daher den Nationalrat auf,
dieser nicht durchdachten UG-Novelle Ende Februar die Zustimmung zu
verweigern", schließt Viktoria Spielmann.
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