- 28.01.2013, 09:24:26
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Bayr zum heutigen EU-Ministerrat für Fischerei: Brauchen sozial und ökologisch nachhaltige Fischerei!
Reform der Fischereipolitik muss Fischbestände in- und außerhalb der EU sichern
Utl.: Reform der Fischereipolitik muss Fischbestände in- und
außerhalb der EU sichern =
Wien (OTS/SK) - "Beim heutigen Treffen der EU- FischereiministerInnen
steht die Reform der gemeinsamen Fischereipolitik (CFP) auf dem
Programm. Ich fordere Minister Nikolaus Berlakovich auf, sich in
diesem Gremium für eine sozial und ökologisch nachhaltige
Fischereipolitik der EU einzusetzen", stellt Petra Bayr,
SP-Bereichssprecherin für globale Entwicklung gegenüber dem
SPÖ-Pressedienst am Montag fest. Konkrete Forderungen sind unter
anderem die Meeresschutzgebiete auszuweiten, damit bedrohte Arten
sich erholen können, schonende Fischereimethoden einzusetzen, damit
weniger Beifang entsteht und die entwicklungspolitische Dimension der
EU-Fischereipolitik ernst zu nehmen. ****
"Nachdem in den Gewässern der EU neun von zehn Speisefischbeständen
überfischt oder kurz davor sind, plündert die EU-Fangflotte vermehrt
die Bestände der Entwicklungsländer, vor allem an der
Westafrikanischen Küste", ist Bayr über Praxis der EU erzürnt. Die
Überfischung in diesen Regionen "ist ein echtes Problem für die
lokalen FischerInnen, denen eine wichtige Eiweiß- und
Einkommensquelle vor der Nase weggefischt wird", kritisiert Bayr und
fordert eine sozial und ökologische Fischereipolitik der EU, die in-
und außerhalb der EU Gewässer umgesetzt werden muss. "Nur so kann das
Menschenrecht auf Nahrung in den Küstenregionen Westafrikas gewahrt
werden und die EU zeigen, dass sie Kohärenz im Sinne der Entwicklung
achtet", schließt Bayr. (Schluss) sn/mp
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