• 22.01.2013, 14:30:00
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Prammer: Demokratie für junge Menschen erlebbar machen

Österreich ist Vorbild für Demokratiewerkstatt in Montenegro

Utl.: Österreich ist Vorbild für Demokratiewerkstatt in Montenegro =

Wien/Podgorica (PK) - Im Parlament von Montenegro in Podgorica wurde
heute eine Demokratiewerkstatt nach österreichischem Vorbild
eröffnet. Es freue sie ganz besonders, dass die Demokratiewerkstatt
zu ihrem fünften Geburtstag zu einem "Exportschlager" moderner
Politikvermittlung geworden sei, sagte Nationalratspräsidentin
Barbara Prammer, da der Politikverdrossenheit nur durch möglichst
frühe politische Bildung begegnet werden könne. Ihr montenegrinischer
Amtskollege Parlamentspräsident Ranko Krivokapic stellte fest, er
erwarte sich von der Demokratiewerkstatt einen Ansporn für die
Demokratisierung der gesamten Gesellschaft seines Landes.

Die Nationalratspräsidentin ist gemeinsam mit der Vorsitzenden der
bilateralen parlamentarischen Gruppe Österreich-Montenegro, der
Abgeordneten Gabriela Moser, nach Montenegro gereist und trifft neben
Parlamentspräsident Ranko Krivokapic auch mit Staatspräsident Filip
Vujanovic und Premierminister Milo Dukanovic zusammen. Vizekanzler
a.D. Erhard Busek nimmt an dem Besuch als Vertreter der Erste
Stiftung teil, die das Demokratiewerkstattprojekt unterstützt.

Der Umsetzung des Projekts einer Demokratiewerkstatt in Montenegro
gingen zwei Jahre intensiver Vorarbeiten und ein reger
Erfahrungsaustausch voraus. Ein Informationsbesuch einer Delegation
der Parlamentsverwaltung Montenegros im Wiener Parlament Anfang 2011
führte zum Entschluss, auch in Podgorica eine Demokratiewerkstatt für
Kinder und Jugendliche zu schaffen. Kooperationspartner der
montenegrinischen Parlamentsverwaltung waren dabei die Erste Stiftung
sowie die Agentur Müllers Freunde. Mit der Entwicklung eines auf
Montenegro zugeschnittenen Konzepts vor Ort wurde die
montenegrinische NGO "Forum MNE" beauftragt, die bereits Erfahrung
mit außerschulischer Bildungsarbeit für Jugendliche aufweisen kann
und nunmehr das in der Wiener Demokratiewerkstatt entwickelte Knowhow
auch für die Einrichtung in Podgorica anwendet. Seit Beginn des
Probebetriebs vergangenen Oktober haben bereits 1.500 Schülerinnen
und Schüler an der neuen Demokratiewerkstatt teilgenommen.

Die Demokratiewerkstatt in Wien hatte seit ihrer Einrichtung im Jahr
2007 mehr als 50.000 TeilnehmerInnen aus österreichischen Schulen.
Sie stellt ein Angebot für Kinder und Jugendliche von acht bis 14
Jahren bereit und bietet ihnen altersgerechte Einblicke in politische
Abläufe der Gesetzgebung direkt am Ort des Geschehens, dem Parlament.
(Schluss) sox

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