• 17.01.2013, 12:36:06
  • /
  • OTS0159 OTW0159

Regner/Kadenbach: Konzerne sollen sich nicht mehr hinter Sub-Unternehmen verstecken dürfen

SPÖ-Europaabgeordnete fordern mehr Verantwortung nach Brand in Textilfabrik in Bangladesch

Utl.: SPÖ-Europaabgeordnete fordern mehr Verantwortung nach Brand in
Textilfabrik in Bangladesch =

Wien (OTS/SK) - Das Europäische Parlament hat heute Mittag einen
gemeinsamen Entschließungsantrag zu den Todesfällen, die kürzlich
durch Brände in Textilfabriken u.a. in Bangladesch verursacht wurden,
angenommen. "Wenn wir über die furchtbaren Tragödien in Bangladesch
und Pakistan sprechen, dann sprechen wir nicht nur über
unvorstellbare Schicksalsschläge. Wir sprechen hier über
Verantwortung und über Grundrechte", sagt die SPÖ-Europaabgeordnete
Evelyn Regner, Mitglied im Ausschuss für Beschäftigung und soziale
Angelegenheiten. Regner: "Die 112 Toten beim Fabrikbrand in Tazreen
sind die Kehrseite einer Politik der Marktöffnung. Je weiter weg die
produzierenden Unternehmen sind, desto mehr schauen alle weg:
Hersteller, Händler und Kunden. Sie schauen weg, wenn es um Löhne
geht, um Gesundheit, Arbeitsbedingungen oder Umweltschutz." ****

Evelyn Regner fordert, dass sich europäische Unternehmer nicht mehr
länger hinter einer Sub-Unternehmerkette verstecken dürfen, konkret
fordert die SPÖ-Europaabgeordnete klare Haftungsbestimmungen und eine
soziale Berichtspflicht für multinationale Unternehmen.

Die SPÖ-Europaabgeordnete Karin Kadenbach, Mitglied in der Delegation
für die Beziehungen zu den Ländern Südasiens, fordert mit der
Parlamentsmehrheit die Regierungen von Bangladesch und Pakistan auf,
die jüngsten Vorfälle gründlich zu untersuchen und Maßnahmen zu
treffen, damit sich derartige Tragödien nicht wiederholen, was die
uneingeschränkte Einhaltung der Gesundheits- und
Sicherheitsvorschriften bedarf. Kadenbach fordert ebenso den
Europäischen Auswärtigen Dienst auf, dafür zu sorgen, dass
EU-Handelsattachés, wenn sie ihre Funktion in den EU-Delegationen
wahrnehmen, regelmäßige Schulungen zu den Prinzipien der sozialen
Verantwortung der Unternehmen erhalten. "Europa muss in den
Handelsbeziehungen mit Drittstaaten darauf achten, dass die
Sozialstandards bei der Produktion eingehalten werden", so Kadenbach
abschließend. (Schluss) ah/mp

Rückfragehinweis: Mag. Markus Wolschlager, SPÖ-Delegation im
Europäischen Parlament, Tel.: +32 (484) 127 331, E-Mail:
[email protected]

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | SPK

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel