- 16.01.2013, 09:38:21
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UMWELT + BAUEN: Konjunkturimpuls durch Sanierungsförderung
Muchitsch: "Frühbucherbonus" schafft zusätzliche Arbeitsplätze
Utl.: Muchitsch: "Frühbucherbonus" schafft zusätzliche Arbeitsplätze =
Wien (OTS/ÖGB) - Nach Kritik und Lob für den Bundessanierungsscheck
2013 zeigt sich die Nachhaltigkeitsinitiative UMWELT + BAUEN nicht
unzufrieden über die Neuerungen, welche von den Ministern
Mitterlehner und Berlakovich präsentiert wurden. Die Förderung
bedeutet einen deutlichen Konjunkturimpuls. Wermutstropfen ist der
Umgang mit dem mehrgeschossigen Wohnbau. ++++
Gewerkschaft Bau-Holz-Chef (GBH) Josef Muchitsch: "Der
Konjunkturbonus als 'Frühbucherbonus' ist für uns deshalb so wichtig,
weil wir im Frühjahr über 80.000 arbeitslose Bau-Holz Arbeiter haben
werden, mehr als im Krisenjahr 2009. Mit dem Bonus könnte die
Konjunktur über die Sanierung früher angekurbelt werden. Wichtig wäre
aber noch, dass es zukünftig einen leichteren Zugang für den
mehrgeschossigen Wohnbau gibt. Dazu sind jedoch Änderungen im Wohn-
und Mietrecht notwendig."
Ing. Hans-Werner Frömmel, Bundesinnungsmeister BAU, hofft ebenfalls
auf einen starken Konjunkturimpuls für den Bau und baunahe Bereiche:
"Welche positive Auswirkung die Fördermaßnahme für die Wirtschaft und
Umwelt hat, zeigen die Zahlen aus 2012. Mit dem Konjunkturbonus wurde
der Forderung der Bauwirtschaft nach einer Anhebung der Anreize nun
Rechnung getragen. Wir müssen in den nächsten Jahren alles daran
setzen, die Sanierungsrate zu erhöhen. Die Bereitschaft der
österreichischen Bevölkerung, in die thermische Sanierung zu
investieren, ist nach wie vor vorhanden."
Die Vereinfachung und Entbürokratisierung der Sanierungsförderung
sieht auch Mag. Robert Schmid, stv. Obmann des Fachverbandes
Steine-Keramik, als wichtige Verbesserung: "Der Fachverband der
Stein- und keramischen Industrie begrüßt die erneute Offensive von
Wirtschaftsminister Mitterlehner und Umweltminister Berlakovich zur
thermischen Sanierung. Die vergangenen Monate haben gezeigt, dass
eine Anpassung und Ausweitung der Förderbedingungen notwendig wurde.
Die neuen Förderrichtlinien weisen einerseits deutliche
Vereinfachungen im Antragsverfahren auf, andererseits wurde auf die
derzeitige Konjunktur Rücksicht genommen und eine Zusatzförderung bis
Jahresmitte verankert. Der steten Forderung des Fachverbandes
Steine-Keramik nach Vereinfachung des Antragsverfahrens wurde damit
Rechnung getragen. Wir sind auf einem guten Weg, dass der
Sanierungsscheck wieder das wird, was er ursprünglich war, nämlich
ein Erfolgsmodell."
Auch Johannes Wahlmüller, Klima- und Energiesprecher von GLOBAL 2000,
bekräftigt, dass nunmehr die Länder in die Pflicht genommen werden
müssen: "Die Entscheidung, dass die letztes Jahr übrig gebliebenen
Mittel heuer offensiv für Klimaschutz ausgegeben werden sollen, ist
absolut richtig. So kann ein wichtiger Impuls für thermische
Sanierung gesetzt werden. Der Sanierungsscheck soll aber eingebettet
in eine Gesamtstrategie funktionieren. Dafür braucht es ein
koordiniertes Vorgehen zwischen Bund und Ländern und dabei darf auch
die neuerliche Zweckbindung der Wohnbauförderung kein Tabu mehr
sein.", fordert er.
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