- 15.01.2013, 10:58:17
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ÖGB-Oberhauser: Investitionen in Ganztagsschulen rechnen sich mehrfach
Bessere Bildung, weniger Nachhilfekosten, mehr Arbeitsplätze, mehr Steuereinnahmen
Utl.: Bessere Bildung, weniger Nachhilfekosten, mehr Arbeitsplätze,
mehr Steuereinnahmen =
Wien (OTS/ÖGB) - "Mit dem laufenden Ausbau der Ganztagsschulen ist
die Bildungspolitik auf dem richtigen Weg. Ganztägige Schulformen
sind die beste Lösung, sie fördern Kinder bestmöglich, deren Eltern
sich keine Nachhilfe leisten können, und sie ermöglichen Frauen,
einer Vollzeit-Erwerbstätigkeit nachzugehen", sagt
ÖGB-Vizepräsidentin Sabine Oberhauser zu den Ergebnissen des
Nationalen Bildungsberichts, der sich klar für den Ausbau der
verschränkten Form der Ganztagsschule ausspricht. Interessant es
Detail: Dort, wo die Umsetzung gescheitert ist, liegt das nicht an
der Blockadehaltung der Lehrer.
Weniger Nachhilfe dank Ganztagsschule und Neuer Mittelschule
"Derzeit hängt der Schulerfolg leider viel zu sehr davon ab, ob sich
die Eltern teure Nachhilfe leisten können. Eine Lösung dafür sind die
Ganztagsschulen, denn dort sind die SchülerInnen nicht auf Eltern
oder privat bezahlte LehrerInnen angewiesen, die ihnen am Nachmittag
die Hausübung erklären können", sagt Oberhauser. Dass die Kosten für
Nachhilfe explodieren und für viele Familien einfach nicht mehr
leistbar sind, wird auch durch eine AK-Ifes-Studie belegt: Im
vergangenen Jahr zahlte eine Familie für die Nachhilfe ihres Kindes
bzw. ihrer Kinder während der Sommerferien im Schnitt 442 Euro, um
neun Prozent mehr als im Jahr 2011 (407 Euro).
Oberhauser erinnert, dass auch die Einführung der Neuen Mittelschule
die Eltern entlastet hat: Laut einer weiteren Ifes-Befragung waren
nur 12 Prozent der Eltern mit Kindern in Neuen Mittelschulen auf
Nachhilfe angewiesen. Über alle Schulformen hinweg sind es hingegen
21 Prozent.
Ganztagsschulen erhöhen Erwerbsbeteiligung und bringen
Steuereinnahmen
"Mehrkosten für Bildung muss man als Investitionen betrachten, die
sich rentieren", sagt Oberhauser. Investitionen in Bildung rechnen
sich langfristig auch für den Staat. Erst entstehen Arbeitsplätze in
der Baubranche, wenn Schulen für den Ganztagesbetrieb adaptiert
werden, dann direkt an den Schulen; und schließlich werden durch
ganztägige Betreuung vor allem Frauen entlastet, und sie können ihre
Qualifikationen am Arbeitsmarkt einsetzen. Dadurch steigen die
Steuereinnahmen und die Sozialversicherungsbeiträge - Bildung
rechnet sich also mehrfach", sagt Oberhauser.
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