• 09.01.2013, 12:18:01
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FPÖ: Strache erwartet Beibehaltung der Wehrpflicht

Für sinnvolle Reform des Bundesheers

Utl.: Für sinnvolle Reform des Bundesheers =

Wien (OTS) - FPÖ-Bundesparteiobmann HC Strache erwartet, dass die
Volksbefragung am 20. Jänner für die Beibehaltung der Wehrpflicht
ausgeht. "Die Horrorszenarien, die die SPÖ jetzt in ihrer
Verzweiflung an die Wand malt, sind ja nur mehr lächerlich", meinte
er in seiner heutigen Pressekonferenz und garantierte: "Wenn ich
Bundeskanzler bin, wird es sicher keine Wehrpflicht für Frauen
geben." Kritik übte er an Bundeskanzler und Vizekanzler, die nicht
einmal den Mumm hätten, sich in einer Fernsehdiskussion wie gestern
Abend beim Bürgerforum dem Oppositionschef zu stellen. Und immer wenn
die SPÖ zum Mittel des politischen Briefes greife, wisse man, dass
etwas stinke. Das sei bei Vranitzkys Pensionistenbrief so gewesen,
bei Faymanns Volksabstimmungs-Brief und werde auch jetzt so sein.

Das Bundesheer müsse sinnvoll reformiert werden, so Strache.
Verteidigungsminister Darabos habe die letzten sechs Jahre aber genau
gar nichts in dieser Hinsicht getan. Munter sei er erst geworden, als
es darum gegangen sei, die Wehrpflicht zu sabotieren.

Der derzeitige Grundwehrdienst ist laut Strache vor allem dahingehend
zu ändern, dass reine Systemerhaltung und Leerlauf unverzüglich zu
beenden seien. Dazu seien aber auch ausreichend Mittel in
finanzieller Hinsicht zur Verfügung zu stellen. Eine
Anschubfinanzierung werde unbedingt notwendig sein, um vernünftige
Reformmaßnahmen schnell durchführen zu können. Die FPÖ tritt daher
für eine entsprechende einsatzorientierte Attraktivierung der
Ausbildung im Grundwehrdienst ein. Grundwehrdiener sollen nicht mehr
in der Systemerhaltung eingesetzt werden, die notwendige
Ausbildungszeit und eine angemessene Nutzbarkeit bis in die Miliz
müssen sichergestellt sein sowie die dafür notwendigen
dienstrechtlichen und budgetären Voraussetzungen gewährleistet
werden.

Durch eine forcierte Schulung im Bereich des "Pionierdienstes aller
Truppen", also in Fähigkeiten, die auch im Katastrophenschutz von
Bedeutung sind, kann hier ein zusätzliches Potential geschaffen
werden, welches in Verbindung mit Pioniersondergerät eine
hochprofessionelle Hilfe für die Bevölkerung darstellt und auch für
eine spätere ehrenamtliche Mitarbeit bei Hilfsorganisationen höchst
vorteilhaft ist.

"Somit steht nach einer umfassenden zeitlich ökonomisch sinnvoll
gestalteten Grundausbildung ein ausgebildeter Soldat auch für
Assistenzeinsätze und Katastrophenhilfseinsätze zur Verfügung", so
Strache. Zusätzlich profitieren sowohl Soldaten persönlich als auch
das Bundesheer und die Gesellschaft von einer gegenseitigen
Anrechenbarkeit von Qualifikationen, Berechtigungen und Ausbildungen.
Dementsprechend sind diese gegenseitig anzuerkennen bzw. ist diese
gegenseitige Anerkennung voranzutreiben.

Daher stehe die FPÖ für die Wehrpflicht mit einer sinnvollen
Ausbildung, deren Ziel es ist, das zu tun, was andere nicht können,
und einen erlebnisreichen und attraktiven Wehrdienst für
österreichische Staatsbürger, um die geforderten Aufgabenstellungen
gegenüber unserer Heimat im dafür zwingend notwendigen Ausmaß
erfüllen zu können, erklärte Strache.

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