- 08.01.2013, 09:01:43
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Leichtfried: Sicherheits- und Umweltrisiko bei Auto-Kältemittel muss beendet werden
SPÖ-EU-Delegationsleiter kritisiert Automobilkonzerne aufgrund der mangelnden Umsetzung einer EU-Richtlinie
Utl.: SPÖ-EU-Delegationsleiter kritisiert Automobilkonzerne aufgrund
der mangelnden Umsetzung einer EU-Richtlinie =
Wien (OTS/SK) - In einer schriftlichen Anfragebeantwortung an
SPÖ-EU-Delegationsleiter Jörg Leichtfried nennt Industriekommissar
Antonio Tajani nun explizit die Möglichkeit eines
EU-Vertragsverletzungsverfahrens in Bezug auf Kältemittel bei
Auto-Klimaanlagen. "Einzig aufgrund der Lieferschwierigkeiten bei
HFO-1234yf hat sich die Kommission bereit erklärt, bis zum 31.
Dezember 2012 von der Einleitung von Vertragsverletzungsverfahren
abzusehen, wenn weiterhin das Kältemittel R134a in der
Automobilherstellung verwendet wird. Die vorläufigen
Untersuchungsergebnisse der zuständigen Behörden bestätigen, dass im
Fall dieser Fahrzeuge ernsthafte Risiken bestehen", so Tajani an
Leichtfried in Bezug auf das risikoreiche Kältemittel HFO-1234yf.
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Zum Hintergrund: HFO-1234yf wird als Nachfolger des Kältemittels
R134a in Auto-Klimaanlagen eingesetzt. Die EU hat eine Richtlinie
erlassen, die Kältemittel mit einem GWP-Wert (Global Warming
Potential) von mehr als 150 in Auto-Klimaanlagen verbietet;
Gültigkeit hat diese Richtlinie für alle PKW-Baureihen, die nach dem
1. Jänner 2011 zertifiziert wurden, und sie trat Anfang dieses Jahres
in Kraft. Das Kältemittel R134a hat einen GWP-Wert von 1300, das
HFO-1234yf einen Wert von 4, hat jedoch offenbar Sicherheitsmängel.
Jörg Leichtfried, Mitglied im Verkehrsausschuss des Europäischen
Parlaments, kritisiert die Automobilkonzerne, zu nachlässig für eine
Modernisierung zu sorgen. "Erst diese Woche hat sich der
amerikanische Autokonzern General Motors ausdrücklich für die weitere
Verwendung von HFO-1234yf ausgesprochen, mit Mehrkosten von 75
US-Dollar pro Fahrzeug. Ich sehe nun die EU-Kommission am Zug, auch
in Europa dafür zu sorgen, dass die entsprechenden Richtlinien
eingehalten werden - sowohl in Bezug auf Umweltschutz als auch
Sicherheit." (Schluss) bj/mp
Rückfragehinweis: Mag. Markus Wolschlager, SPÖ-Delegation im
Europäischen Parlament, Tel.: +32 (484) 127 331, E-Mail:
[email protected]
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