- 14.12.2012, 13:08:33
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Cap zu Profiheer: Österreichische Bevölkerung hat sich ein wirklich sinnvolles und funktionierendes Heer verdient
Schmidseder - "Sehe große Chance für das Österreichische Bundesheer, und zwar eine Chance für einen Neustart"
Utl.: Schmidseder - "Sehe große Chance für das Österreichische
Bundesheer, und zwar eine Chance für einen Neustart" =
Wien (OTS/SK) - "Es geht um die Sicherheit Österreichs, um die
Professionalisierung und Weiterentwicklung des Katastrophenschutzes
und der Sozialdienste", und das könne am besten durch ein Profiheer
und das Soziale Jahr gewährleistet werden, betonte SPÖ-Klubobmann
Josef Cap am Freitag in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit
Generalmajor Karl Schmidseder. Cap plädierte für eine seriöse und
faire Debatte. "Es hat sich die österreichische Bevölkerung ein
wirklich sinnvolles und funktionierendes Heer verdient." Auch habe
die Bevölkerung ein Recht zu erfahren, was die Parteien in dem
Bereich vorhaben, erklärte Cap, der in der Debatte das Modell der ÖVP
vermisst, es gebe lediglich verschiedene Vorschläge, die "teils
heftige Kritik der Offiziere zur Folge hatten". ****
"Wir können nicht erkennen, wo der Wille des Koalitionspartners ist,
um hier wirklich einen sicherheitspolitischen Beitrag zu leisten",
sagte Cap. Bei der Sicherheitsstrategie, die zur Behandlung im
Parlament vorliege, "geht nichts weiter". Den "Justament-Standpunkt
der ÖVP" bedauerte Cap. "Diese Art der Politik wollen die Leute schon
lange nicht mehr." Der SPÖ-Klubobmann erinnerte daran, dass sich
bereits der damalige ÖVP-Bundeskanzler Schüssel im Jahr 2000 auf ein
Berufsheer festgelegt hatte.
Zur Sicherheitsstrategie erklärte Cap, dass die Quintessenz der
Empfehlungen sei, den Weg Richtung Profiheer weiter zu gehen. Auch
Generalmajor Schmidseder betonte, dass es "die logische
Schlussfolgerung" aus den Empfehlungen der Sicherheitsstrategie sei,
die Entwicklung Richtung Profiheer zu forcieren. Weiters sei für die
Professionalisierung und die Optimierung der Versorgung an der
Unfallstelle das Soziale Jahr die richtige Wahl, sagte Cap.
Schmidseder erklärte: "Ich sehe eine sehr, sehr große Chance für das
Österreichische Bundesheer, und zwar eine Chance für einen Neustart.
Weil eine Umstellung auf ein Profiheer besser wäre für die
betroffenen jungen männlichen Österreicher, weil es besser wäre für
das Bundesheer selbst, weil es besser wäre für die Bevölkerung und
auch für die Sicherheit des Landes." Das Bundesheer hätte dann einen
ausgewogenen Mix an Personal mit "weniger Berufssoldaten, mehr
Zeitsoldaten und einer Miliz völlig neuer Qualität". Das würde eine
optimierte Personalpyramide bedeuten. "Es wäre jedenfalls fatal, an
einem System festzuhalten, das de facto ausgereizt ist." Man könne an
der Wehrpflicht "herumbasteln, wie man will, es fördert nicht die
Einsatzfähigkeit der Streitkräfte".
Schmidseder erklärte, er könne sich nicht vorstellen, dass die
Polizei bei einer großflächigen Bedrohung Österreichs Polizeischüler
einsetzen würde. "Uns mutet man das aber zu", betonte der
Generalmajor mit dem Hinweis auf die kurze Zeit, in der Rekruten
einsetzbar sind. Es gebe militärische, volkswirtschaftliche,
betriebswirtschaftliche, gesellschaftliche und auch europapolitische
Gründe für die Umstellung auf ein Profiheer. "Immerhin haben 21 von
27 EU-Staaten auf ein Berufsheer umgestellt." (Schluss) up/bj
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