- 13.12.2012, 10:05:54
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Wegweisendes Gesundheitsvorsorgeprojekt für Beschäftigte im Tourismus
Betriebliche Gesundheitsförderung für Klein- und Mittelunternehmen startet in neun Betrieben
Utl.: Betriebliche Gesundheitsförderung für Klein- und
Mittelunternehmen startet in neun Betrieben =
Wien (OTS/vida/ÖGB/WKÖ) - Auf Initiative der Gewerkschaft vida und
der Wirtschaftskammer startet mit Beginn des kommenden Jahres ein
wegweisendes Projekt zur betrieblichen Gesundheitsvorsorge im
Tourismus. In neun Betrieben aus Gastronomie und Hotellerie werden
Unternehmensleitung und Beschäftigte gemeinsam mit ExpertInnen
konkrete Maßnahmen zur Gesundheitsförderung erarbeiten und umsetzen.
Um das Arbeiten im Hotel- und Gastgewerbe attraktiver zu machen und
auch ältere Beschäftigte länger und gesund in der Branche zu halten,
gilt es, Lösungen zu finden. Obwohl überdurchschnittlich vielen
jungen Menschen in der Branche arbeiten, klagen die Beschäftigten oft
über gesundheitliche Probleme wie Kreuzschmerzen, Schmerzen in den
Beinen und Muskelverspannungen.
"Präventive Maßnahmen in den Betrieben sind unumgänglich, damit das
Gesundheitssystem nicht zusätzlich belastet wird und damit
ArbeitnehmerInnen im Beruf auch 'alt werden' können", so
vida-Vorsitzender Rudolf Kaske: "Bislang ist das nur sehr selten der
Fall, angesichts der demografischen Entwicklung unserer Gesellschaft
werden dem Tourismus bald die MitarbeiterInnen ausgehen, wenn hier
nicht gegengesteuert wird. Schon mit kleinen Änderungen, etwa in der
Arbeitsorganisation, lassen sich viele Tourismusjobs alternsgerecht
gestalten. Das aktuelle Projekt ist daher ein Vorzeigemodell für die
gesamte Branche," sieht Kaske das Projekt, das noch unmittelbar vor
dem Ende seiner Funktion als vida-Vorsitzender zustande kommt, als
wichtigen Impuls für die Gesundheitsförderung in der
Tourismusbranche. "Betriebliche Gesundheitsförderung ist von
zentraler Bedeutung, wenn man echte Prävention betreiben will. Daher
unterstütze ich dieses Projekt voll und ganz. Für die Beschäftigten
im Tourismus - und da gerade für Frauen, die oft Doppelbelastungen
ausgesetzt sind - ist Gesundheitsförderung das Gebot der Stunde",
betonte Gesundheitsminister Alois Stöger.
"Fit im Betrieb" für Klein- und Mittelbetriebe aus dem Tourismus
Die Sozialpartner Gewerkschaft vida und die WKÖ haben das Projekt
"Betriebliche Gesundheitsförderung für KMUs im Tourismus" 2011
gemeinsam ins Leben gerufen. "Arbeitnehmer und Unternehmen sitzen im
selben Boot der älter werdenden Gesellschaft. Beide werden älter,
beide finanzieren das österreichische Sozial- und Wirtschaftssystem
und beide müssen sich auf die Zukunft vorbereiten", so der Obmann
der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft der
Wirtschaftskammer Österreich, Hans Schenner. Dabei sei den
Sozialpartnern bewusst, dass dies ohne begleitende Maßnahmen, wie zum
Beispiel betriebliche Gesundheitsförderung, nicht möglich sein könne.
"Daher haben wir uns bemüht, durch konkrete Projekte dieses Ziel zu
verfolgen", sagt Schenner, der sich freut, dass nun ein konkretes
Projekt - nach Zustimmung des Kuratoriums des Fonds Gesundes
Österreich - in der Tourismusbranche umgesetzt wird.
Mit im Boot als strategische Projektpartner ist neben dem Fonds
Gesundes Österreich auch die Gebietskrankenkasse Kärnten. Im
Mittelpunkt stehen Klein- und Mittelbetriebe aus Gastronomie und
Hotellerie.
Für neun Betriebe in Wien und Kärnten konnte jetzt die Finanzierung
auf Schiene gebracht werden. Unter den teilnehmenden Betrieben sind
unter anderem die Schick Hotels und die Rosinter Restaurants GmbH in
Wien sowie das Hotel Sandwirth in Klagenfurt und das Restaurant
Jedermann in Villach. Das Projekt zielt darauf ab, Belastungen von
Beschäftigten abzubauen und Gesundheitspotentiale aufzubauen. Für
jeden Betrieb wird individuell ein Maßnahmenbündel erarbeitet, das
für die Beschäftigten möglichst einfach und für den Betrieb auch
möglichst kostenschonend umsetzbar sein soll. Die mögliche Palette
reicht von der klassischen Bewegungsförderung mit Sport- und
Therapieangeboten, über Vorsorgeuntersuchungen, Ernährungstipps oder
Seminare für Zeitmanagement bis hin zu verhältnisorientierten
Maßnahmen, die die Organisation eines Betriebes betreffen. Wichtig
ist, dass die MitarbeiterInnen von Beginn an einbezogen werden.
Zunächst erfolgt eine Analyse der Ist-Situation, dann werden
Maßnahmen erarbeitet und umgesetzt, abschließend erfolgt eine
Evaluierung.
Um einen nachhaltigen Erfolg zu erzielen, sollen in allen neun
Betrieben Mitarbeiter zu "Multiplikatoren" ausgebildet werden, die
das Projekt betriebsintern weiterführen. Erfahrungen und Erfolge
sollen beispielgebend für andere Gastronomie- und Tourismusbetriebe
sein und innerhalb der Branche verbreitet werden.
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