- 12.12.2012, 13:44:21
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Leichtfried/Regner/Kadenbach: Bodenpersonal kann sich auf EU-Parlament verlassen
SPÖ-Europaabgeordnete wollen definitives Aus für Liberalisierungsoffensive der EU-Kommission
Utl.: SPÖ-Europaabgeordnete wollen definitives Aus für
Liberalisierungsoffensive der EU-Kommission =
Wien (OTS/SK) - Die Mehrheit der Europaabgeordneten hat auf massives
Bestreben vor allem der sozialdemokratischen Fraktion den Vorschlag
der EU-Kommission bezüglich der Bodenabfertigungsdienste auf
EU-Flughäfen zurück in den Verkehrsausschuss verwiesen. "Das zeigt
die massive Unzufriedenheit mit dem Vorschlag, den Flughäfen mehr
Anbieter als bisher aufzwingen zu wollen", kommentiert
SPÖ-EU-Delegationsleiter und Mitglied im zuständigen
Verkehrsausschuss Jörg Leichtfried, der sogar für eine komplette
Ablehnung war, am Mittwoch gegenüber dem SPÖ-Pressedienst: "Schon
jetzt gibt es zwei Anbieter, jeder Flughafen kann freiwillig mehr
Firmen anwerben. Dass sich aber letztlich sieben konkurrierende
Anbieter am Flughafen London Heathrow gegenseitig lahmlegen, anders
als zwei beim Flughafen Frankfurt, zeigt die Absurdität des
Vorschlags." ****
Die SPÖ-Europaabgeordnete Evelyn Regner, Mitglied im Ausschuss für
Beschäftigung und soziale Angelegenheiten, will schlechtere
Arbeitsbedingungen für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer auf
Flughäfen verhindern. "Mehr Wettbewerb im Verständnis der
EU-Kommission findet praktisch nur am Rücken der Beschäftigten statt.
Das bedeutet Lohneinbußen und noch größeren Arbeitsdruck. Ich bin
nicht bereit, eine solche Umverteilung auf Kosten der Beschäftigten
zu machen", so Regner.
Karin Kadenbach, niederösterreichische SPÖ-Europaabgeordnete im
Gesundheitsausschuss, sieht insbesondere ein Sicherheits- und damit
einhergehend ein Gesundheitsrisiko, wenn "in einem so sensiblen
Bereich wie am Flughafen noch weiter als bisher eingespart und
rationalisiert wird". Je stärker der Druck auf die Handlungsbetreiber
ist, desto weniger Budget werde für Gesundheitsmaßnahmen übrig sein.
Gerade in den Bereichen, in denen mit intensivem körperlichem Einsatz
gearbeitet wird, sei das extrem wichtig. Der Druck auf die
Mitarbeiter sei, so die SPÖ-EU-Abgeordnete, durch die erste
Liberalisierung immens gewachsen, Erkrankungen des Bewegungsapparats
seien jetzt schon angestiegen. Kadenbach: "Wir brauchen hier ein,
zwei Unternehmen mit Profis, die für die größtmögliche Sicherheit
sorgen." (Schluss) bj
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