- 12.12.2012, 12:25:49
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FPÖ-Karlsböck: Stöger verteuert das Gesundheitssystem massiv
Politkommissare für niedergelassene Ärzte
Utl.: Politkommissare für niedergelassene Ärzte =
Wien (OTS) - "Die Einigung zur Gesundheitsreform 2012 kann wohl kaum
als historischer Beschluss bezeichnet werden und schon gar nicht
dient die Einführung einer weiteren Verwaltungsebene dem Wohl der
Patienten, wie dies Minister Stöger gestern verlauten hat lassen",
kritisierte der freiheitliche Ärztesprecher NAbg. Dr. Andreas
Karlsböck. "Die medizinische Versorgung wird teurer bei gleichzeitig
abnehmenden Leistungen", fasste Karlsböck diesen "historischen" Flopp
des Ministers zusammen.
Mit der links-ideologisch bedingten Verlagerung der Leistungen weg
vom niedergelassenen Arzt hin zu den weit teureren Ambulanzen und
Spitälern, mache Stöger den Patienten keinen Gefallen, so Karlsböck.
"Wenn die Versorgung bei gleich bleibender Geldmenge teurer wird,
dann leidet zwangsweise die Qualität und Quantität der Leistungen",
warnte Karlsböck. Hier habe sich Stöger gewaltig verrechnet, denn es
sei nicht davon auszugehen, dass das vom Minister erträumte
Wirtschaftswachstum die Mehrkosten abfedern werde, sagte Karlsböck,
der auf die aktuellen Wirtschaftprognosen verwies, die alles andere
als rosig seien.
Als "besonders bedenklich", bezeichnete Karlsböck die Einführung von
Politkommissaren für niedergelassene Ärzte, die von Stöger
Zielsteuerungskommissionen genannt werden. Damit gebe man den
Landespolitikern ein Instrument in die Hand um unliebsame Ärzte
mundtot zu machen, warnte Karlsböck, vor einer
Komplettverstaatlichung der medizinischen Versorgung.
Eine echte Reform hätte mit einer Zusammenlegung der Krankenkassen
beginnen müssen, was freilich unter Kassen-Lobbyist Stöger undenkbar
sei, sagte Karlsböck, der sicher ist, dass das zwar die schlechteste
aber nicht die letzte Gesundheitsreform war.
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