• 11.12.2012, 10:06:18
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GLOBAL 2000 testete erneut Babyfläschchen: Alle BPA-frei, aber weitere krebserregende Chemikalie gefunden

Vier von 13 Fläschchen "sauber", der Rest teilweise stark chemiebelastet

Utl.: Vier von 13 Fläschchen "sauber", der Rest teilweise stark
chemiebelastet =

Wien (OTS) - Eine von der EU beauftragte Studie ergab Anfang 2012,
dass trotz europaweiten Verbots immer noch viele Babyfläschchen die
hormonell wirksame Chemikalie Bisphenol-A (BPA) enthielten, obwohl
diese ausdrücklich als "BPA-frei" gekennzeichnet waren. Außerdem
wurden in den 440 untersuchten Fläschchen insgesamt 27 verschiedene
Chemikalien gefunden, die ins Babymilchsimulat übergehen können.

GLOBAL 2000 entschied sich zu einer Überprüfung dieser Ergebnisse für
den österreichischen Markt. In verschiedenen Drogeriemärkten sowie
per Internet wurden insgesamt 13 Babyfläschchen unterschiedlichster
Hersteller gekauft und nach der gleichen Methode wie in der zitierten
EU-Studie getestet. Helmut Burtscher, Umweltchemiker bei GLOBAL 2000,
fasst das Ergebnis zusammen: "Es gibt endlich Licht, aber immer noch
viel Schatten. Alle getesteten Fläschchen waren diesmal auch wirklich
"BPA-frei"! Allerdings ließen sich zwölf verschiedene Chemikalien
bzw. Stoffgruppen nachweisen, die in das Babymilchsimulatt
eingewandert sind."

Alle der sieben untersuchten Fläschchen aus Polypropylen gaben
Chemikalien in die Babymilch ab. Das schlechteste Ergebnis lieferte
das einzige Silikonfläschchen aus der Testreihe. Aus diesem löste
sich ein Cocktail aus sieben verschiedenen Chemikalien. Von GLOBAL
2000 mit diesem Ergebnis konfrontiert, erklärte der Hersteller
umgehend, die Auslieferung dieses Fläschchens nach Österreich und
Deutschland zu stoppen, und den genauen Sachverhalt zu klären.

Besorgniserregend ist der Nachweis von Benzophenon in zwei der
untersuchten Fläschchen. Dieser Stoff wurde erst kürzlich von der
Internationalen Agentur für Krebsforschung IARC als 'möglicherweise
beim Menschen Krebs erzeugend' eingestuft. Burtscher betont:
"Chemikalien, die im Verdacht stehen, Krebs zu erzeugen, haben in
Babyfläschchen absolut nichts verloren und müssen vom Gesetzgeber
verboten werden!"

Doch es gibt auch gute Nachrichten - es gibt am österreichischen
Markt Plastikfläschchen, die "sauber" sind: Vier der dreizehn
untersuchten Fläschchen gaben keine nachweisbaren Chemikalien in das
Babymilch-Simulat ab. Darunter waren Fläschchen aus Polyethersulfon
(PES), Polyamid (PA) und Tritan, welches als einziges Material auch
beim EU-Test sehr gut abgeschnitten hatte. Tritan ist jedoch in
Europa noch kaum am Markt.

Helmut Burtscher betont abschließend: "Leider ist der Griff ins
Einkaufsregal immer noch ein Glücksspiel. Für junge Eltern ist dies
eine untragbare Situation. Daher waren GLOBAL 2000 diese unabhängigen
Produkttests sehr wichtig. Sie dienen nicht nur zur Information für
VerbraucherInnen - wir fordern die Hersteller auf, endlich
größtmögliche Sicherheit bei der Herstellung ihrer Produkte walten zu
lassen. Es geht um die Gesundheit bereits im Baby- und
Kleinkindalter."

Die Ergebnisse im Detail stehen auf www.global2000.at zum Download
bereit.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | GLL

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