• 10.12.2012, 15:26:05
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Unbefriedigende Auskünfte zu Sicherheit in ÖBB-Zügen

FPÖ-Doppler: Bures verweigert wieder Auskunft - Mikl-Leitner verhält sich nicht besser

Utl.: FPÖ-Doppler: Bures verweigert wieder Auskunft - Mikl-Leitner
verhält sich nicht besser =

Wien (OTS) - Als äußerst unbefriedigend, bewertet heute Salzburgs
FPÖ-Nationalratsabgeordneter Rupert Doppler die Beantwortung zweier
von ihm gestellten Anfragen im Nationalrat zur Sicherheit in den
Zügen. Nach einer Messerstecherei im August dieses Jahres in einer
S-Bahn im Tennengau wollte Doppler wissen, wie es um die Sicherheit
in den Zügen bestellt sei. Infrastrukturministerin Bures gab
neuerlich keine Auskunft und versteckte sich hinter dem Argument,
wonach sie keinen Zugriff zu Daten der ÖBB habe, da es sich um einen
ausgegliederten Betrieb handle. Innenministerin Mikl-Leitner gab nur
Auskunft über Schulungsmaßnahmen von ÖBB-Mitarbeitern. "Was helfen
Schulungen von Mitarbeitern, wenn keine Schaffner im Zug vorhanden
sind", so Doppler.

Laut Anfragebeantwortung der Innenministerin nahmen in den Jahren
2011 und 2012 1.145 ÖBB-Mitarbeiter an Sicherheitsschulungen teil,
die in Zusammenarbeit mit dem Innenministerium angeboten wurden.
"Diese Schulungen heben sicher zu einem Teil die Sicherheit in den
Bahnhöfen und Zügen, die mit Personal der Österreichischen Bundesbahn
besetzt sind. Nur in Salzburg sind die Bahnkunden fast ausschließlich
nur mehr mit unbesetzten Bahnhöfen und Zügen konfrontiert. Daher wäre
der einzige richtige Schritt, Bahnhöfe und Züge wieder mit Personal
auszustatten", fordert Doppler. Statt wieder verstärkt Personal
einzusetzen, würden die ÖBB aber den umgekehrten Weg gehen und damit
auch das Sicherheitsvakuum erhöhen.

Argumente, wonach Bahnhöfe und Züge videoüberwacht seien, lässt der
freiheitliche Nationalratsabgeordnete nicht gelten. "Was hilft das,
wenn schnelles Eingreifen nötig ist? Auf alle Fälle heben Schaffner
das Sicherheitsgefühl vor allem in den Nachtstunden", ist Doppler
überzeugt. Grundsätzlich müsse in der gesamten Sicherheitsdebatte
aber auf die generelle Bedeutung des ÖBB-Personals hingewiesen
werden. "Viele Fahrgäste wünschen sich beispielsweise einen
Schaffner, wenn an einer Haltestellen der Fahrkartenautomat nicht
funktioniert und sie dadurch gezwungen sind, ohne Karte
einzusteigen", sagt Doppler.

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