- 10.12.2012, 13:54:07
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Leichtfried: Friedensnobelpreis ist Belohnung und Warnung
Friedensgedanke muss auch sozialen Frieden umfassen
Utl.: Friedensgedanke muss auch sozialen Frieden umfassen =
Wien (OTS/SK) - Heute, Montag, findet die Übergabe des
Friedensnobelpreises an die Europäische Union statt. Für den
Delegationsleiter der SPÖ-EU-Abgeordneten, Jörg Leichtfried, ist der
Preis "Belohnung, aber auch Warnung". "Seit mehr als 60 Jahren gibt
es auf dem Gebiet der Europäischen Union keine kriegerischen
Auseinandersetzungen. Es hat sich mehr als deutlich gezeigt, dass die
Europäische Einigung ihre Zielsetzung erfüllt hat - nämlich ein
Friedensprojekt zu sein, dass allen Europäerinnen und Europäern
Sicherheit gewährleistet", so Leichtfried gegenüber dem Pressedienst
der SPÖ. ****
Trotz dieses Erfolges müsse man wachsam bleiben, dass die EU auch in
den kommenden Jahren ein Garant für Stabilität bleibe. "Derzeit sind
einige Fehlentwicklungen zu bemerken. Die steigende Arbeitslosigkeit
und der Sozialabbau in einigen Ländern der Union führen dazu, dass
die Bevölkerung Vertrauen verliert. Das bedeutet, dass rasch
gehandelt werden muss. Denn der Friedensgedanke muss auch den
sozialen Frieden umfassen", sagt der Europaparlamentarier.
Ebenso müsse man endlich notwendige Reformen vorantreiben, damit die
Europäische Union auch weiter handlungsfähig bleibe. "Wir brauchen
demokratischere Strukturen und müssen weg von Entscheidungsabläufen,
die von nationalen Befindlichkeiten dominiert sind. Die
Wirtschaftskrise hat gezeigt, dass oftmals zu zögerlich reagiert
wurde und man wichtige Entscheidungen verschleppt hat", betont
Leichtfried. Und weiter: "Der Friedensnobelpreis sollte uns alle
daran erinnern, dass wir das gemeinsame Handeln in den Mittelpunkt
stellen müssen. Nur so können wir die Herausforderungen der Zukunft
meistern." (Schluss)ah/sn
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