• 10.12.2012, 11:05:21
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Wasserkraftzertifikate waschen Atomstrom sauber!

Freistadt (OTS) - Nach der Veröffentlichung des
Stromkennzeichnungsberichts wird klar: Zertifikate für Strom aus
Wasserkraft, die österreichische Stromhändler zukaufen, ermöglichen
aus Atomstrom Strom aus Wasserkraft zu machen. Das Anti Atom Komitee
fordert: Schluss mit der Irreführung der Stromkunden.
Wirtschaftsminister Mitterlehner muss Beendigung dieses Misstandes
einfordern.

Nach der Veröffentlichung des Stromkennzeichnungsberichts der
e-control wird offenkundig: Atomstrom wird durch den Kauf von
Wasserkraftzertifikaten vor allem aus Norwegen als Strom aus
Wasserkraft umdeklariert. So wird aus "Strom unbekannter Herkunft"
mit einem Atomstromanteil von 35% plötzlich völlig legal sauberer
Strom aus Wasserkraft.

Nach der Richtlinie 2009/28/EG des Europäischen Parlaments und des
Rates ist es leider möglich, dass Zertifikate und Strom völlig
unabhängig von einander gehandelt werden dürfen.

"Diese ausländischen Wasserkraftzertifikate sind aber ein
Grundübel und machen aus der Stromkennzeichnung eine klare Täuschung
der Bevölkerung. Manche Stromhändler gaukeln den Stromkunden völlig
legal vor, Strom aus Wasserkraft zu verkaufen, ohne jemals Strom aus
Wasserkraftwerken gekauft zu haben", stellt Dipl. Ing. Manfred
Doppler vom Anti Atom Komitee klar.

"Solange Stromzertifikate ohne einen gleichzeitigen Zukauf von
Strom im gleichen Ausmaß zugekauft werden können, ist dem Import von
Atomstrom Tür und Tor geöffnet. Die Zusage von Wirtschaftsminister
Mitterlehner, dass ab 2013 kein Atomstrom mehr an Privatkunden
verkauft werden darf, ist auch in diesem Licht zu betrachten", so
Manfred Doppler weiter.

"In diesen Ländern werden die Wasserkraftzertifikate nicht
gebraucht, daher reiben sich die dortigen Wasserkraftproduzenten die
Hände, denn so fließen jährlich mehr als 100 Millionen Euro in deren
Kassen. Obwohl Norwegen 95 Prozent des Stroms aus Wasserkraft
produziert, reduziert sich dieser Anteil durch den Verkauf dieser
Zertifikate auf 25 Prozent", so Manfred Doppler und ergänzt
abschließend: "Wir fordern unseren Wirtschaftsminister dringend auf,
in Brüssel die Beendigung dieser Regelung im Sinne der Ehrlichkeit
gegenüber den Stromkunden einzufordern."

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | AAK

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