• 05.12.2012, 10:52:54
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Aktuelle Stunde - Cap: Kein Spiel mit der Sicherheit der Österreicherinnen und Österreicher

Wien (OTS/SK) - "Wollen Sie wirklich sechs Monate ihres Lebens
vergeuden? Sechs Monate, in denen die Devise lautet, alles grüßen,
was sich bewegt und alles putzen, was sich nicht bewegt", fragte
SPÖ-Klubobmann Josef Cap am Mittwoch im Rahmen seiner Rede in der
Aktuellen Stunde zur Wehrpflicht die jungen Zuhörerinnen und Zuhörer
auf der Galerie des Plenarsaales. Der von der ÖVP immer ungeliebte
Zivildienst müsse jetzt als Grund für die Beibehaltung der
Wehrpflicht herhalten. Die SPÖ habe den Zivildienst gegen großen
Widerstand damals durchgekämpft, er sei aber heute aufgrund der
demografischen Entwicklung ein Auslaufmodell. "Daher wird das Soziale
Jahr von Minister Hundstorfer kommen müssen, denn es kann kein Spiel
mit der Sicherheit der Österreicherinnen und Österreicher geben -
weder im sicherheitspolitischen Bereich noch im Versorgungsbereich."
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Man stelle sich einen Unfall auf der Straße vor, da will man von gut
ausgebildeten, qualifizierten Mitarbeitern im Rahmen dieses Sozialen
Jahres, die vielleicht auch später noch im Sozialbereich tätig sind,
versorgt werden, betonte Cap. Es gehe darum, dass die Rettung
rechtzeitig da sei, dass die Versorgung am Unfallort rasch,
qualifiziert und professionell stattfindet und "nicht ein Spiel am
Rücken der Sicherheit der Österreicherinnen und Österreicher ist", so
Cap.

Sogar die heutige "Presse" attestiere der ÖVP "Vergesslichkeit". Die
ÖVP habe immer gegen die Wehrpflicht gewettert, als ob sie nie etwas
anderes im Sinn gehabt hätte. Cap erinnerte, dass "der frühere
Bundeskanzler Schüssel im Parlament gestanden ist und sich gegen die
Wehrpflicht und für ein Berufsheer ausgesprochen hat. Und hier sitzt
Ex-Minister Bartenstein, der ist heute noch gegen die Wehrpflicht".
Leider sei Erwin Pröll nicht im Parlament, der auch immer gegen die
Wehrpflicht und für ein Berufsheer gewesen sei.

In Deutschland gibt es das Modell bereits, 50.000 Menschen kämpfen um
30.000 Plätze für das Soziale Jahr in Deutschland. Das sage alles.
"Wir sind für Professionalität und Sicherheit für Österreich",
betonte Cap. (Schluss) bj/sl

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