• 04.12.2012, 09:29:00
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Schennach: Klimawandel beeinträchtigt auch die Menschenrechte

Schennach als Vertreter des Europarats in Doha am Weltklimagipfel

Utl.: Schennach als Vertreter des Europarats in Doha am
Weltklimagipfel =

Wien (OTS/SK) - "Der Klimawandel hat nicht nur eine verheerende
Auswirkung auf die Natur und die Biodiversität, er raubt vielen
Menschen auch mehr und mehr die Lebensgrundlage", betont
SPÖ-Bundesrat Stefan Schennach gegenüber dem SPÖ-Pressedienst.
Schennach nimmt seit heute als Vertreter des Europarates in Doha am
Weltklimagipfel teil. "Die Klimaerwärmung zwingt Menschen ihren
unmittelbaren Lebensraum zu verlassen. Die Migrations- und auch
Klimaflüchtlingsströme werden anwachsen", sagt Schennach, der hofft,
dass es zumindest in Doha zu einer Verlängerung des Kyoto-Mechanismus
kommt.****

Nach Meinung des Vorsitzenden des Sub-committees für environment and
energy im Rahmen des Europarates steuern wir mit dem Klimawandel seit
mehr als einem Jahrzehnt sehenden Auges in eine Katastrophe, die sich
schon alleine durch die dramatische Abschmelzung der Pole, der
Gletscher und der gleichzeitigen Erhitzung etwa des mediterranen
Raumes ergibt. "Die Verweigerung großer Staaten, endlich ihren
Beitrag zur Reduktion oder zum Einbremsen der Klimaerwärmung zu
leisten, kommt einem wie das Orchester auf der Titanic vor",
kritisiert Schennach und verweist, dass etwa durch den Anstieg des
Meeres bei gleichzeitiger Zunahme der Temperaturen für das Nildelta
laut Berechnung der Kairoer Universität die Umsiedelung von sechs bis
acht Millionen Menschen wegen Übersalzung agrarischer Böden zur Folge
hätte.

Die Alpen sind als sensibler Lebensraum ohnedies seit Jahren durch
extreme Witterungsverhältnisse bereits in Mitleidenschaft gezogen.
"Der Kampf gegen die Klimaerwärmung stellt daher nicht nur eine
umweltpolitische Notwendigkeit dar, sondern bedeutet auch Schutz der
Menschenrechte und Sicherung des Lebensraumes", betont Schennach.
Schennach begrüßt ausdrücklich die klare Haltung der EU-Staaten, auch
wenn so manches Land innerhalb der EU ein Kyoto-Sünder und Bremser
ist. "Auch das größere Europa, der Europarat, sieht in der
Fortsetzung des Kyoto-Mechanismus keine Alternative. Ein sang- und
klangloses Auslaufen käme einer desaströsen Kapitulation gleich",
schließt Schennach. (Schluss) up/rm

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