• 04.12.2012, 09:26:55
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FPÖ-Hofer: Gentechnik-Produktkennzeichnung ist zu erweitern

Auch tierische Produkte sind im Sinne der Wahlfreiheit zu kennzeichnen

Utl.: Auch tierische Produkte sind im Sinne der Wahlfreiheit zu
kennzeichnen =

Wien (OTS) - "Endlich kommt in Sachen Glyphosat Bewegung in die
zuständigen EU-Gremien", so heute der freiheitliche Umweltsprecher
NAbg. Norbert Hofer. "Deutschland hat diesen umstrittenen, weil
mutmaßlich umweltgefährlichen Wirkstoff einer umfassenden
Neubewertung unterzogen. Nach Vorliegen des Ergebnisses wird eine
Reaktion erfolgen müssen, wie aus einer Anfragebeantwortung durch
Minister Berlakovich hervorgeht."

"Aus meiner Sicht kann diese nur auf ein Verbot abzielen", erklärt
Hofer, "da die schädlichen Wirkungen glyphosathaltiger Spritzmittel
mittlerweilen unstrittig sind, selbst wenn alle der Gentechnik-Lobby
nicht genehmen Studienergebnisse umgehend in inszenierter breiter
Front in Frage gestellt werden, um den Absatz nicht zu gefährden."

Hofer weiter: "Im Zuge der Reevaluierung sollte endlich auch die
gesamte Folgenkette des Glyphosat-Einsatzes berücksichtigt werden.
Aufgrund der Anwendungspraxis gelangen Rückstände über tierische
Produkte auch in den menschlichen Organismus. Auch diese Produkte,
wie Fleisch, Milch oder Eier, sind demnach zu kennzeichnen, sofern
die Tiere mit gentechnisch veränderten Futtermitteln gefüttert
wurden, die ihrerseits aus glyphosatbelastetem Anbau stammen. Ein
entsprechender Antrag wurde von der FPÖ bereits eingebracht. Die ÖVP,
die zwar vollmundig von der österreichischen Gentechnikfreiheit
spricht, tatsächlich aber eine lange Reihe von Gentechnikbefürwortern
und -förderern aufweist, wehrt sich mit Händen und Füßen gegen unser
Anliegen. Wir wollen aber sicherstellen, dass österreichische
Verbraucher in den Genuss tatsächlicher Wahlfreiheit kommen, was
entsprechende Kennzeichnungen unumgänglich macht. Es darf an dieser
Stelle nicht vergessen werden, dass zu Fütterungszwecken alljährlich
rund 500.000 Tonnen Gen-Soja nach Österreich importiert werden", so
Norbert Hofer abschließend.

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