• 30.11.2012, 09:30:31
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Bayr zum Internationalen Tag zur Beendigung von moderner Sklaverei: Hausarbeiterinnen sind besonders gefährdet

Kontrollen der Haushalte verschärfen

Utl.: Kontrollen der Haushalte verschärfen =

Wien (OTS/SK) - "Moderne Formen der Sklaverei sind nicht weniger
grausam als die ursprüngliche Variante", stellt Petra Bayr,
SPÖ-Bereichssprecherin für globale Entwicklung, anlässlich des
Internationalen Tages zur Abschaffung der Sklaverei der Vereinten
Nationen am 2. Dezember fest. Im Jahr 1949 wurde von der
Generalversammlung der Vereinten Nationen die Konvention zur
Beendigung von Menschenhandel und der Ausbeutung von Personen
angenommen. Diese stehe in engem Zusammenhang mit modernen Formen der
Sklaverei wie sexuelle Ausbeutung, ausbeuterische Kinderarbeit,
Zwangsverheiratung sowie das Rekrutieren von Kindersoldaten. ****

Laut jüngsten Daten der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO)
sind weltweit 21 Millionen Menschen von Zwangsarbeit betroffen.
Weltweit ist mehr als die Hälfte aller Menschen, die Opfer von
Zwangsarbeit sind, Frauen. "Frauen sind mehrfachen Risiken ausgesetzt
und deswegen verwundbarer als Männer", führt Bayr aus. Besonders hoch
ist der Anteil von Frauen in der Hausarbeit: 83 Prozent aller
Personen, die in privaten Haushalten arbeiten, sind Frauen. "Wegen
der schlechten Kontrollmöglichkeiten sind die Arbeitsverhältnisse für
Hausangestellte oft miserabel. Moderne Sklaverei ist in diesem
Bereich weit verbreitet", stellt Bayr fest und fordert strengere
Kontrollen: "Jeder Staat ist dazu verpflichtet, die Arbeitsrechte zu
überprüfen und sicher zu stellen, dass niemand ausgebeutet wird. Wo
es der Staat nicht kann, ist die internationale Gemeinschaft
gefragt", betont Bayr. (Schluss) bj

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