• 27.11.2012, 13:58:08
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Griechenland - Leichtfried: Entscheidung für weitere Hilfe ist Zeichen der Solidarität

Forderung Straches nach Ausschluss Griechenlands aus der Eurozone schadet Österreich und gefährdet Arbeitsplätze

Utl.: Forderung Straches nach Ausschluss Griechenlands aus der
Eurozone schadet Österreich und gefährdet Arbeitsplätze =

Wien (OTS/SK) - Der Delegationsleiter der SPÖ-EU-Abgeordneten, Jörg
Leichtfried, begrüßt die Freigabe von weiteren finanziellen Mitteln
für Griechenland. "Griechenland hat bereits wichtige Reformschritte
gesetzt, auch wenn noch weitere folgen müssen. Mit der neuerlichen
Unterstützung erhält Griechenland die Chance, wieder einen
wirtschaftlichen Aufschwung zu erreichen", so Leichtfried am Dienstag
gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. Besonders erfreulich sei, dass
man erkannt habe, dass Griechenland mehr Zeit brauche, um die
Sparauflagen zu erfüllen. "Von Teilen des EU-Parlaments wurde bereits
seit längerem für einen Aufschub plädiert. Die Bevölkerung hat
bereits massive Einschnitte hinnehmen müssen und es war klar, dass
man Griechenland zu Tode gespart hätte, wenn man den Aufschub nicht
gewährt hätte", sagt der Europaabgeordnete. Insgesamt sei die
Entscheidung der internationalen Geldgeber auch ein Zeichen der
Solidarität, dass man auch in schwierigen Zeiten einander
unterstütze. ****

Wenig Verständnis zeigt Leichtfried für die jüngsten Aussagen von
FPÖ-Klubobmann Strache, der erneut einen Ausschluss Griechenlands aus
der Eurozone fordert. "Die Wahrheit ist, dass ein Zerfall der
Eurozone den Spekulanten in die Hände spielen würde. Ein Dominoeffekt
könnte einsetzen, wenn sich Spekulanten nach Griechenland auf andere
Länder mit wirtschaftlichen Problemen stürzen würden", betont der
SPÖ-Politiker. Darüber hinaus würde auch die österreichische
Exportwirtschaft in Mitleidenschaft gezogen und somit wären auch
abertausende Arbeitsplätze in Gefahr. "Straches Aussagen sind nicht
mehr als Populismus. Würde er ernsthafte Europapolitik betreiben, die
auch im Sinne der Österreicherinnen und Österreicher ist, dann würde
er daran mitarbeiten, dass sich die Eurozone stabilisiert und Europa
gemeinsam die Krise überwindet", betont Leichtfried. (Schluss) sv

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