• 23.11.2012, 09:07:10
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Mehr Sport und Bewegung an Österreichs Schulen?

Jugendparlament berät über tägliche Turnstunde

Utl.: Jugendparlament berät über tägliche Turnstunde=

Wien (PK) - Jugendliche aus Innsbruck und Ried im Oberinntal
versuchen sich heute als Abgeordnete im Parlament. Es ist bereits das
10. Jugendparlament, das im Hohen Haus stattfindet, wie
Nationalratspräsidentin Barbara Prammer betonte.

Das Thema könnte aktueller nicht sein, unterstrich Prammer in ihrer
Begrüßung und verwies auf den in der Vorwoche einstimmig angenommenen
Entschließungsantrag des Nationalrats, in dem sich alle sechs im
Parlament vertretenen Parteien für eine tägliche Bewegungseinheit
aussprechen. Die 84 Schülerinnen und Schüler der neunten Schulstufe
beraten nämlich über einen hypothetischen Gesetzesvorschlag zu diesem
derzeit breit diskutierten Thema und sind aufgerufen, die
Entscheidung, ob tägliche Turnstunden in den Lehrplänen Sinn machen,
in Gesetzesform zu gießen.

Prammer: Jugendlichen ein Gefühl für den Parlamentarismus vermitteln

Sie sei sehr gespannt auf die Argumente, sagte Prammer und
versicherte den JungparlamentarierInnen, man werde davon in der
realen Politik einiges mit auf den Weg nehmen. Grundsätzlich gehe es
beim Jugendparlament darum, den TeilnehmerInnen einen Einblick zu
geben, wie ein Gesetz entsteht und welche Arbeiten und
Diskussionsprozesse dabei notwendig sind. Man wolle den Jugendlichen
ein Gefühl für den Parlamentarismus vermitteln.

Die Beratungen der SchülerInnen laufen dabei wie im realen
politischen Alltag des Hohen Hauses in Form von Ausschusssitzungen
ab, wodurch die jungen TirolerInnen die parlamentarische Praxis beim
Gesetzgebungsverfahren kennenlernen. Die Jugendlichen bilden vier
fiktive Klubs, erarbeiten in diesen Gruppen ihre Standpunkte, von
denen die anderen Fraktionen überzeugt werden sollten und formulieren
Abänderungsanträge zum Gesetzesentwurf, um letztendlich eine
mehrheitsfähige Fassung für die Abstimmung bei der Plenardebatte zu
finden. Außerdem müssen von den SchülerInnen wie von echten
Abgeordneten Reden geschrieben und Fragen der Medien beantwortet
werden.

Unterstützt werden die 15- bis 16-Jährigen bei ihrer politischen
Arbeit von den Abgeordneten Angela Lueger (S), Karin Hakl (V),
Christian Höbart (F), Kurt Grünewald (G) und Stefan Markowitz (T).
Als ThemenexpertInnen bieten außerdem Spitzenschwimmerin Mirna Jukic,
Sportmediziner Piero Lercher sowie die SportpädagogInnen Eva
Wutzlhofer und Gerhard Fazekas ihre Expertise an.

Keuschnigg: Man muss mit unterschiedlichen Meinungen umgehen können

Bereits gestern wurden die Jugendlichen von Bundesratspräsident Georg
Keuschnigg, einem Tiroler, empfangen, da die TeilnehmerInnen am
Jugendparlament immer aus jenem Bundesland kommen, das gerade den
Vorsitz in der Länderkammer führt.

Keuschnigg unterstrich im Rahmen einer aktiven Diskussion mit den
Jugendlichen, wie wichtig es für eine Demokratie sei, mit
unterschiedlichen Meinungen umgehen zu können. Nur wenn
gegensätzliche Standpunkte sachlich ausdiskutiert würden, sei eine
Weiterentwicklung der Demokratie möglich. Das Jugendparlament biete
für junge Menschen eine gute Gelegenheit, sich mit
demokratiepolitischen Fragen aktiv auseinanderzusetzen, so
Keuschnigg.

HINWEIS: Fotos vom Jugendparlament finden Sie im Fotoalbum auf
www.parlament.gv.at. (Schluss)

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