• 22.11.2012, 12:51:33
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Bayr: Finanzierung von NGOs in der Entwicklungszusammenarbeit erleichtern

SPÖ-Sprecherin für globale Entwicklung begrüßt Vorschlag Matznetters, zinslose Darlehen für NGOs zu legalisieren

Utl.: SPÖ-Sprecherin für globale Entwicklung begrüßt Vorschlag
Matznetters, zinslose Darlehen für NGOs zu legalisieren=

Wien (OTS/SK) - SPÖ-Bereichssprecherin für globale Entwicklung Petra
Bayr begrüßt die Initiative von SPÖ-Wirtschaftssprecher Christoph
Matznetter, die Finanzierung von NGOs, die sich karitativen Zwecken
wie der Entwicklungszusammenarbeit widmen, mittels zinsloser Darlehen
zu erleichtern. "Das vorgestellte Finanzierungsmodell für NGOs und
Kleinunternehmer ist zukunftsweisend und ein wichtiger Schritt,
engagierte Menschen und Vereine zu unterstützen", unterstrich Bayr.
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Zwei Beispiele zeigen, wo das Problem liegt: Der Waldviertler
Schuhunternehmer Staudinger hatte zur Finanzierung seines Betriebs
über Jahre hinweg bei Kunden, Freunden und Bekannten über drei
Millionen Euro eingesammelt und in sein Unternehmen investiert.
Mithilfe dieses Finanzierungsmodells konnte er den Betrieb seines
Unternehmens aufrecht erhalten. Für die Finanzmarktaufsicht sind das
aber "Bankgeschäfte ohne dafür nötige Konzession". Auch der
Hilfsorganisation "Jugend eine Welt", die mit zinsenlosen Darlehen
von Privaten Entwicklungsprojekte finanziert, erging es nicht anders.
"Die Finanzierung von wichtigen Projekten zu vereinfachen und
Engagement zu belohnen statt zu kriminalisieren ist wichtig, weil
NGOs, neben den staatlichen Zuwendungen, auch auf private Geber
angewiesen sind", erklärt Bayr.

Für Kleinbetriebe und entwicklungspolitische Organisationen soll es
also neue Finanzierungsmodelle geben. "Den Menschen, die sich in der
EZA verdient machen, sollten wir für ihr Engagement nicht noch Steine
in den Weg legen, sondern im Gegenteil, ihre Arbeit erleichtern.
Daher sollen für Hilfs- und Entwicklungsorganisationen Ausnahmen bei
zinslosen Darlehen geschaffen werden", betonte die SPÖ-Abgeordnete.

Matznetter schlägt vor, die Bestimmungen für die
Darlehensfinanzierung für entwicklungspolitische Vereine oder für
Kleinunternehmen zu lockern, um den beteiligten Unternehmern und
engagierten Organisationen Rechtssicherheit zu bieten. Natürlich
seien auch die Geber entsprechend aufzuklären und zu schützen. Jetzt
soll ein neues Modell verhandelt werden, mit dem
entwicklungspolitische NGOs leben können, ohne "die
Finanzmarktaufsicht auf den Plan zu rufen", betont die
SPÖ-Abgeordnete Bayr und appelliert: "Zeigen wir unsere Wertschätzung
für entwicklungspolitisches Engagement. Was bei der Absetzbarkeit von
Spenden für karitative Zwecke gelungen ist, sollte auch bei der
Finanzierung von karitativen Projekten vorangetrieben werden. Warum
nicht zinslose Darlehen?" (Schluss) bj/mo

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