- 21.11.2012, 12:52:48
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Kadenbach: Schiefergasbohrungen als hohes Risiko für die Umwelt
SPÖ-Europaabgeordnete kritisiert Verschleierungstaktik bei Lobbyingagenturen im Zusammenhang mit Schiefergas
Utl.: SPÖ-Europaabgeordnete kritisiert Verschleierungstaktik bei
Lobbyingagenturen im Zusammenhang mit Schiefergas=
Wien (OTS/SK) - Im Plenum des Europäischen Parlaments in Straßburg
gab es heute in der Abstimmung zum Bericht über die
Umweltauswirkungen von Tätigkeiten zur Gewinnung von Schiefergas und
Schieferöl eine Mehrheit für strengere Regeln. Die
SPÖ-Europaabgeordnete Karin Kadenbach, Mitglied im Ausschuss für
Umweltfragen, Volksgesundheit und Lebensmittelsicherheit, macht klar:
"Der Nutzen von Schiefergas-Bohrungen steht in keinem Verhältnis zu
den potenziellen Schäden für die Umwelt. Der Energiemix ist
ausschließliche Kompetenz der Mitgliedsstaaten, wir brauchen daher
strengste Umweltgesetzgebung auf EU-Ebene, was die Schiefergas- bzw.
Schieferölgewinnung betrifft. Darüber hinaus muss konsequent der
Ausbau alternativer Energien vorangetrieben werden, damit in Zukunft
auf fossile Energie verzichtet werden kann." ****
Kadenbach sieht vor allem im übermäßigen Wasserverbrauch und der
Gefahr der Grundwasserverschmutzung große Gefahren. Um Schiefergas zu
fördern, muss Wasser unter sehr hohem Druck in mehrere hundert Meter
tiefe Bohrlöcher gepresst werden. Allein für die Bohrung werden rund
2,3 bis 4 Millionen Liter Wasser benötigt, bei der anschließenden
Gasförderung weitere 8 bis 14 Millionen Liter Wasser. "Da dem
Bohrwasser bei herkömmlichen Verfahren Chemikalien zugesetzt werden,
kann dabei auch Grundwasser verschmutzt werden. Misslingt das
Abpumpen des Bohrwasser, könnten auch anliegenden Seen und Flüsse
verschmutzt werden", erläutert die SPÖ-Europaabgeordnete. Wie bei
Erdwärmebohrungen könne es auch zu lokalen Erdbeben kommen.
Die SPÖ-Europaabgeordnete macht aber auch noch auf eine "neue
Strategie in der Lobbyingarbeit" aufmerksam, die auch hier bei
Schiefergas zu beobachten war. Kadenbach: "Konzerne gründen mithilfe
von PR- und Lobbyingagenturen Organisationen, die in der öffentlichen
Diskussion als BürgerInnen-Initiativen pro Schiefergas ausgewiesen
werden. Erst bei näherer Recherche stellt sich dann heraus, dass die
Schiefergasunternehmen selbst die Auftraggeber sind." (Schluss) ah
Rückfragehinweis: Mag. Markus Wolschlager, SPÖ-Delegation im
Europäischen Parlament, Tel.: +32 (484) 127 331, E-Mail:
[email protected]
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