- 20.11.2012, 10:10:50
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Weltkindertag: Wiener Jugendanwalt fordert umfassendes Bundesverfassungsgesetz für Kinderrechte
Neues App informiert über Kinderrechte und Jugendschutz
Utl.: Neues App informiert über Kinderrechte und Jugendschutz=
Wien (OTS) - Anlässlich des Weltkindertages am 20. November 2012
fordert der Wiener Kinder- und Jugendanwalt Anton Schmid ein
umfassendes Bundesverfassungsgesetz über die Rechte der Kinder. "Das
derzeitige Gesetz schließt nicht alle durch die
UN-Kinderrechtskonvention geschützten Rechte mit ein", sagt Anton
Schmid. "Insbesondere fehlt ein bundesweiter rechtlicher Rahmen für
soziale und kulturelle Kinderrechte", so Schmid weiter. Diese
unzureichende gesetzliche Verankerung der Kinderrechte hat der
UNO-Kinderrechtsausschuss in seinen "abschließenden Bemerkungen" vor
kurzem bestätigt.
Die UNO empfiehlt Österreich deshalb, im gesamten Bundesgebiet,
einschließlich der Länder, einen umfassenden rechtlichen Rahmen zu
ermöglichen, der alle durch die UN-Kinderrechtskonvention geschützten
Rechte mit einschließt. Nachholbedarf gäbe es vor allem bei der
Bewusstseinsbildung, bei Gewalt gegen Kinder, bei Missbrauch und
Vernachlässigung, in der Jugendwohlfahrt und beim Jugendschutz, bei
Kindern mit Behinderung, bei Gesundheit, bei Bildung, bei
Asylsuchenden und Flüchtlingskindern oder in der
Jugendgerichtsbarkeit.
Die Kinder- und Jugendanwaltschaften Österreichs haben unterdessen
eine gratis App für Jugendliche entwickelt, auf der sie alle
wichtigen Informationen zu den Themen Kinderrechten und Jugendschutz
finden. Der App "Deine Rechte U18" steht allen jungen Menschen
pünktlich zum Internationalen Weltkindertag in allen größeren
Appstores zum Download bereit. Neben wichtigen Informationen enthält
er nützliche Links, die in Krisensituationen weiter helfen sollen.
Mit eigenen Menüpunkten für jedes Bundesland können Jugendliche
außerdem überprüfen, ob sie auch außerhalb ihres Heimatbezirks sicher
unterwegs sind, z. B. wenn es um den Ausschank von Alkohol geht oder
um die gültigen Ausgehzeiten.
"Es ist uns besonders wichtig, dass Jugendliche gut über ihre Rechte
informiert sind, so sind sie vor Rechtsverletzungen besser
geschützt", erklärt dazu der Wiener Kinder- und Jugendanwalt Anton
Schmid. "Auf das Handy als Medium zu setzen, war dabei naheliegend,
da das Smartphone längst zum ständigen Begleiter vieler Jugendlicher
geworden ist", erläutert Schmid. Die Idee des Apps haben die Kinder-
und Jugendanwaltschaften Österreichs in Zusammenarbeit mit Cygnet
gemeinsam mit Jugendlichen umgesetzt.
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