- 18.11.2012, 09:00:31
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Bayr zum Welttoilettentag: Weltweit mehr Handys als Toiletten
Die Notlage zur Notdurft nicht unterschätzen
Utl.: Die Notlage zur Notdurft nicht unterschätzen=
Wien (OTS/SK) - Am 19. November ist der Welttoilettentag. "Weltweit
hat jeder dritte Mensch kein Klo", betont Petra Bayr, SPÖ
Bereichssprecherin für globale Entwicklung, anlässlich des auch von
den Vereinten Nationen unterstützten bevorstehenden Gedenktages.
Mangelnde Hygiene und die damit verbundene Verbreitung von
Krankheitserregern ist die folgenschwere Konsequenz, die vor allem
vielen Kindern in Entwicklungsländern das Leben kostetet:
"Durchfallerkrankungen, die sich meist durch mangelnde Hygiene und
dadurch verseuchtes Trinkwasser verbreiten, sind die zweit häufigste
Todesursache bei Kindern unter fünf Jahren in Entwicklungsländern,"
stellt Bayr fest. Jährlich sterben 1,5 Millionen Kinder jedes Jahr an
den Folgen von Durchfall. ****
Gerade Durchfallerkrankungen können vermieden werden. Unerlässlich
dafür ist der Zugang zu sauberem
Wasser und Siedlungshygiene, die funktionierende Toiletten
einschließt. Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit (EZA)
leistet in ihren Partnerländern einen wichtigen Beitrag auf diesem
Gebiet. "Essentiell für weitere Tätigkeiten der OEZA im Bereich des
Wassers und der Siedlungshygiene ist die ausreichende Dotierung der
bi- und multilateralen EZA", appelliert die
SPÖ-Nationalratsabgeordnete.
Aktuell fließen rund zehn Prozent der bilateralen Mittel in diesen
Bereich, eine weitere Kürzung der bilateralen Mittel konnte
verhindert werden: "Nun gilt es, die Mittel essentiell anzuheben",
fordert Bayr erneut einen verbindlichen Stufenplan, um das Erreichen
der vielfach zugesagten 0,7 Prozent des Bruttonationaleinkommens für
EZA möglichst bald zu erreichen. "Weltweit hat jeder dritte Mensch
keine Toilette, aber 90 Prozent der Erdenbürgerinnen und Erdenbürger
besitzen ein Handy", stellt Bayr die statistischen Werte gegenüber.
Eigentlich sollte es weltweit verbreiteter sein unter hygienischen
Bedingungen seine Notdurft zu verrichten, als darüber per Handy zu
sprechen. (Schluss) mo
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