• 17.11.2012, 11:09:50
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FPÖ - Neubauer/Mahdalik: ÖBB Schreiben bestätigt: SPÖ-Stadträtin Brauners Zusagen und Beteuerungen sind nichts wert!

S-Bahn-Station Wien "Südtiroler Platz" wird trotz Protesten aus Südtirol umbenannt

Utl.: S-Bahn-Station Wien "Südtiroler Platz" wird trotz Protesten
aus Südtirol umbenannt=

Wien (OTS) - Der freiheitliche Südtirol-Sprecher NAbg. Werner
Neubauer und der Wiener FPÖ Verkehrssprecher, Landtagsabgeordneter
Toni Mahdalik, protestieren aufs schärfste gegen die Umbenennung der
S-Bahn-Station von Südtiroler Platz auf Hauptbahnhof, Gleis 1,2.
Via Medien ließ die rote Stadträtin Brauner noch am 24. Oktober 2012
verlautbaren, "dass von der Umbenennung der S-Bahn-Station
"Südtiroler Platz" in "Hauptbahnhof Wien" aufgrund der Intervention
und heftigem Protest von Südtiroler Politikern Abstand genommen werde
und die Station künftig den Doppelnamen "Südtiroler Platz -
Hauptbahnhof" erhalten soll".

Von Seiten der Wiener Linien wurde dies bestätigt. Der freiheitliche
NAbg. Werner Neubauer wollte Gewissheit und ersuchte die ÖBB um
Rückbestätigung, welches nun vorliegt.
Dem offiziellen Schreiben der ÖBB ist zu entnehmen, dass einer
Beibehaltung der Bezeichnung "Südtiroler Platz nicht nachgekommen
werden kann. "Was ist das Wort einer Wiener Stadträtin wert, wenn sie
es in wenigen Wochen mehrfach bricht", stellte dazu erbost heute
LAbg. Toni Mahdalik fest.

"Unsere Landsleute südlich des Brenners benötigen unsere
Unterstützung in jeglicher Form. Gerade in einer Zeit, in der Italien
die Autonomie Südtirols im Monatstakt auszuhöhlen versucht, sollten
wir Solidarität üben und keine falschen Signale nach Bozen senden",
stellte Neubauer fest. Die historische Namensgebung des Südtiroler
Platzes erfolgte im Jahre 1927 zu einer Zeit, als in Südtirol durch
die faschistischen Italianisierungsgesetze alles "Deutsche" verboten
wurde. In Schulen durfte nur noch italienisch gesprochen werden, die
Familiennamen wurden "übersetzt", deutsche Zeitungen, ja sogar der
Name "Tirol" wurde verboten. Erbost über diese Vorgehensweise
entstanden in ganz Österreich Straßen- und Platzbenennungen nach dem
"ehemaligen, österreichischen Südtirol".
"Ich fordere den Wiener Landeshauptmann Häupl auf, dieser
historischen Bedeutung Rechnung zu tragen und in dieser Frage endlich
ein Machtwort zu sprechen, wenn schon seine Stadträtin Brauner dazu
offenbar nicht in der Lage ist", so der FPÖ Verkehrssprecher Toni
Mahdalik.

"Ich werde in der nächsten Landtagssitzung einen dementsprechenden
Antrag einbringen, um die zuständigen verantwortlichen Stellen der
Stadt Wien aufzufordern, den Namen "Südtiroler Platz" zumindest in
Form eines Doppelnamens in Verbindung mit "Hauptbahnhof"
beizubehalten.", so Mahdalik.
"Nächste Woche wird eine Delegation des Südtiroler Landtages in Wien
erwartet. Wir werden diesen Besuch zum Anlass nehmen, den Südtiroler
Kollegen diese enttäuschende Entscheidung über die Bezeichnung
"Südtiroler Platz" zu übermitteln. "Was die Beweggründe dafür waren,
warum man die Haltestelle nicht wie zugesagt "Hauptbahnhof -
Südtiroler Platz" benennen konnte bzw. wollte, wurde leider nicht
bekanntgegeben", so Mahdalik und Neubauer abschließend.

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